Wahl des Ruhrparlaments

Nordsternpark Gelsenkirchen

Das „Ruhrparlament“ ist die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr. Es ist das Forum für alle Städte und Kreise der Region und die einzige demokratisch legitimierte und verlässliche regionale Klammer der Metropole Ruhr. Wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürgern in der Metropole Ruhr können am 13. September erstmals die Vertreterinnen und Vertreter im Ruhrparlament direkt wählen. Insgesamt bewerben sich mehr als 350 Kandidatinnen und Kandidaten um die 91 Sitze in der neuem RVR-Verbandsversammlung. Frank Dudda ist Oberbürgermeister von Herne und Spitzenkandidat der SPD für das Ruhrparlament. Mit ihm haben wir über die Arbeit des Ruhrparlaments und die Zukunft des Ruhrgebiets  gesprochen.

Warum hat das Ruhrgebiet überhaupt ein eigenes Parlament?

Das Ruhrgebiet hat mit über 5 Millionen Einwohnern eine Schlüsselstellung für ganz Deutschland. Hier leben mehr Menschen als in Sachsen oder Rheinland-Pfalz, sogar mehr als in ganz Irland. Menschen aus über 140 Nationen sind hier zu Hause. Das Ruhrparlament hat also eine große Bedeutung für die Bündelung der Interessen dieser großen Region und hilft dabei, einen Interessenausgleich von Duisburg bis Dortmund herzustellen.  Durch die Direktwahl werden jetzt alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich aktiv an der Gestaltung des Ruhrgebiets zu beteiligen. Das ist eine enorme Chance der Wahrnehmungssteigerung. Viele Menschen stellen durch die Direktwahl überhaupt erst fest, dass es das Ruhrparlament gibt.

Was ist deine Vision vom Ruhrgebiet? Was möchtest du für die Region erreichen?

Das Ruhrgebiet soll die grünste Industriemetropole der Welt werden. Wir wollen nicht mehr zurückschauen, wir schauen nach vorne. 2027 wollen wir die internationale Gartenbauausstellung ins Ruhrgebiet holen. Wir wollen den Spirit von Klima und Ressourcenschutz verbinden mit Innovation, nachhaltiger Mobilität und Urbanität. Dieses Großprojekt sehen wir als Motor, um Arbeitsplätze zu schaffen, neue Mobilitätsstrukturen auf den Weg zu bringen und eine klimafreundliche Industrie zu präsentieren.

Sind die negativen Klischees über das Ruhrgebiet deiner Meinung nach Geschichte?

Es gibt fast nirgendwo eine so krasse Wahrnehmungsstörung zwischen dem Bild vom Ruhrgebiet und der Realität. Wir sind viel zukunftsorientierter aufgestellt als viele andere Teile Deutschlands. Aber natürlich ist Armut immer noch ein Kernthema im Ruhrgebiet, genauso wie die finanzschwachen Städte. Wir glauben aber, dass wir diese Armutskreisläufe durch Innovationen und Unternehmensansiedlungen durchbrechen können. Wir haben den Aufholprozess längst gestartet und sind auf einem erfolgreichen Kurs.

 

Weitere Infos findest Du auf der Homepage der RuhrSPD.