Rhein-Sieg-Kreis II: Dr. Katja Stoppenbrink

Bild: Boris Schafgans

Dr. Katja Stoppenbrink ist  Professurvertreterin für Philosophie mit dem Schwerpunkt Praktische Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster, wurde 1976 in Halle in Westfalen geboren und hat das Kreisgymnasium Halle besucht.

1993/94 verbrachte sie als Austauschschülerin des Deutschen Youth For Understanding Komitees e.V. in England und hat dort englische A Levels erworben. Sie hat nach dem Abitur, das sie als erste in ihrer Familie machen durfte, den Deutsch-Französischen Magisterstudiengang Rechtswissenschaft der Universitäten Köln und Paris 1 (Panthéon-Sorbonne) mit einem Magister Legum (LL.M.) und einer Maîtrise en Droit (Schwerpunkt: internationales Wirtschaftsrecht) abgeschlossen. Im Anschluss hat sie an der Universität zu Köln im Rahmen eines Zweitstudiums noch einen Magister in den Fächern Philosophie und Geschichte absolviert.

2007 bis 2009 war sie als Projektmitarbeiterin an der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler im Bereich der Technikfolgenbeurteilung tätig (Themen v.a. im medizinischen Bereich: neuronale Implantate, Human Enhancement, Tiefe Hirnstimulation). In den Jahren 2009 bis 2014 war sie Assistentin am Institut für Philosophie der Universität Luxemburg und wurde dort 2013 – auf der Grundlage eines Doppelbetreuungsabkommens mit der WWU Münster – promoviert. Ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Verantwortung für unabsichtliches Handeln. Rechtsphilosophische und handlungstheoretische Grundlagen der Fahrlässigkeit“ ist 2016 im Nomos-Verlag Baden-Baden erschienen.

Von Juni 2014 bis März 2018 war Dr. Katja Stoppenbrink als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rahmen der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Kollegforschergruppe 1209 „Theoretische Grundfragen der Normenbegründung in Medizinethik und Biopolitik“ an der WWU Münster tätig.

Seit April 2018 vertritt sie am Philosophischen Seminar der WWU die Professur von Michael Quante mit einem Schwerpunkt in der Praktischen Philosophie. Sie forscht u.a. zu normativen Grundlagen der Inklusion von Menschen mit Behinderungen, zur Ethik der Digitalisierung im Bereich von Health Apps und Künstlicher Intelligenz sowie zu digitaler Teilhabe von Verbraucherinnen und Verbrauchern im Bereich von Blockchain-Anwendungen (Forschungsprojekt „BlockTechDiVer“, gefördert durch das Bundesministerium der Justiz und für den Verbraucherschutz.

Dr. Katja Stoppenbrink engagiert sich bei den „Scientists for Future“ und ist Mitglied des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), des Deutschen Youth for Understanding Komitees e.V. (YFU) sowie weiterer Initiativen und Vereine auf lokaler Ebene. Sie gehört einigen philosophischen und rechtswissenschaftlichen Fachgesellschaften an, u.a. der Akademie für Ethik in der Medizin (AEM), der Society for Women in Philosophy (SWIP) und der Deutschen Sektion der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie (IVR). Als ehemalige Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung bringt sie sich heute als Mentorin in der Förderung Studierender ein.

Seit 1996 ist Dr. Katja Stoppenbrink Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Sie engagiert sich in Königswinter und im Rhein-Sieg-Kreis in der Kommunalpolitik und gehört hier als sachkündige Bürgerin den SPD-Fraktionen im Stadtrat und im Kreistag an.

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