Heinz Kühn

Tabellarischer Lebenslauf Heinz Kühn

1912
geboren in Köln als Sohn eines schlesischen Modelltischlers; verheiratet, ein Sohn

1930
Abitur am Kölner Handrik-Gymnasium
Beitritt zur SPD sowie zum „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“

1930 bis 1933
Studium der Volkswirtschaft und Staatswissenschaften an der Universität Köln

1933 bis 1945
Flucht vor den Nationalsozialisten nach Prag, Brüssel und später Gent
Entzieht sich erfolgreich dem Zugriff der Nazis während seiner illegalen Tätigkeit als Journalist und Redakteur, u. a. bei der Wochenzeitung „Das freie Deutschland“ in Brüssel

1945
Rückkehr nach Deutschland, engagiert sicht fortan für den Aufbau eines demokratischen Gemeinwesens

1946 bis 1948
Außenpolitischer Redakteur der „Rheinischen Zeitung“

1948
Einzug in den nordrhein-westfälischen Landtag
Wahl zum Vorsitzenden des Verfassungsausschusses für Nordrhein-Westfalen

1949 bis 1950
Chefredakteur der „Rheinischen Zeitung“ (als Quasi-Nachfolger von Karl Marx)

1953 bis 1963
Mitglied des Deutschen Bundestages

1953 bis 1957
Stellv. Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Presse, Film und Rundfunk

1957 bis 1963
Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates und der WEU (Vorsitzender der sozialistischen Fraktion)

1960
Übernahme des stellv. Fraktionsvorsitzes der SPD im Landtag

1962
Wahl zum Vorsitzenden des Bezirkes Mittelrhein sowie zum SPD-Spitzenkandidaten für die NRW-Landtagswahl am 8. Juli

1962 bis 1966
Fraktionsvorsitzender SPD im Landtag von Nordrhein-Westfalen

1970 bis 1973
Vorsitzender der SPD in Nordrhein-Westfalen

1966 bis 1978
Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen in einer sozialliberalen Koalition nach einem konstruktiven Misstrauensvotum gegen Franz Mayers (CDU)

1970
Auf dem 1. Landesparteitag der neu strukturierten SPD NRW in Dortmund wird Kühn als Landesvorsitzender wiedergewählt

1973 bis 1975
Stellv. Parteivorsitzender der SPD

1973 bis 1979
Mitglied des Bundesvorstandes der SPD

1978
Johannes Rau beerbt Heinz Kühn als Ministerpräsident

1978 bis 1980
Ausländerbeauftragter der Bundesregierung

1979 bis 1984
Mitglied des Europa-Parlamentes

1982
Auf Initiative von Johannes Rau wird zum 70. Geburtstag Kühns die Heinz-Kühn-Stiftung gegründet, die junge ausländische Journalisten in NRW und junge Journalisten aus NRW fördert. Kühn arbeitet bis zu seinem Tode als Kuratoriumsmitglied aktiv mit

1983 bis 1987
Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung

1992
Heinz Kühn stirbt achtzigjährig am 12. März in Köln