Aufstiegschancen durch Bildung

Die AG „Beste Bildung NRW – ein Leben lang!“ des NRWSPD-Landesvorstands hat das Papier „Aufstiegschancen durch Bildung“ vorgestellt, das in vielen Diskussionen in der Partei und Fraktion entwickelt wurde. Damit ist der Prozess aber noch nicht zu Ende – er beginnt jetzt erst so richtig.

Unsere Grundannahmen

 

Ja, ein neues Bildungspapier!

Seit Jahren und Jahrzehnten beschäftigen wir uns mit dem Thema Bildung. Und es gibt Fortschritte, viele kleine und auch durchaus große Schritte, wie z.B. bei Inklusion, Ganztag und Schulsozialarbeit. Aber dies sind zugleich Beispiele für die mühsame und langwierige Arbeit an der Veränderung, wir sind noch nicht am Ziel.

 

Und Veränderung tut not, um für alle Menschen Bildungschancen zu eröffnen.

In vielen Diskussionen in Partei und Fraktion haben wir dieses Papier entwickelt. Sicher gibt es in einzelnen Fragen der Umsetzung unterschiedliche Vorstellungen – aber viel wichtiger sind die großen Gemeinsamkeiten. Und deshalb werden wir die in den Mittelpunkt stellen.

 

Gerade die SPD weiß, dass Bildung gelingen muss.

Bildung gehört zur DNA der Sozialdemokratie: zu unseren Anfängen in der Emanzipationsbewegung und der Aufklärung des 19. Jahrhunderts genauso wie zum Aufstiegsversprechen des 20. Jahrhunderts. Unsere Kernthemen wie Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität gehören eng zu jedem Bildungsprozess.

Aber jede Zeit hat ihre eigenen Herausforderungen. Heute ist es insbesondere die digitale Revolution, sind es die Demographie- und Wanderungsbewegungen, die ökologischen Herausforderungen oder die immer größer werdende soziale Ungleichheit und Spaltung in der Gesellschaft. Immer mehr Menschen haben Angst, ihre Arbeit zu verlieren oder ihre Familie nicht ernähren zu können und sie betrachten Politik und Demokratie mit Misstrauen. Für diese Menschen und diese Herausforderungen geben wir Antworten: mutig und konsequent.

 

Bildung ist mehr als Lernen – Lernen ist mehr als Schule. Deshalb arbeiten wir weiter am „Haus des Lebenslangen Lernens“.

Vom ersten Tag unseres Lebens an lernen wir dazu und das hört nicht auf bis ins hohe Alter – jeden Tag und jede Stunde sammeln wir Erfahrungen und Wissen, erweitern Fertigkeiten und erproben uns in neuen Situationen.

Deshalb nehmen wir Bildung überall und im gesamten Leben von Menschen in den Blick – von Familie und Kita bis zur Weiterbildung. Für uns ist Lernen nicht nur die Aneignung von Wissen – genauso wichtig sind uns die emotionale, die soziale, die gesundheitliche und die kulturelle Entwicklung der Menschen.

Dabei ist und bleibt die Schule ein zentraler und oft entscheidender Ort für das Lernen. Alle Erfahrungen im nationalen und internationalen Vergleich zeigen, dass frühe Entscheidungen über Bildungskarrieren in die Irre führen. Deshalb bleibt unser Ziel eine Schule für alle! Angesichts der unübersichtlichen Menge an Schulformen in NRW halten wir in einem ersten Schritt hier eine Reduzierung für überfällig. Den Übergang dorthin werden wir verantwortungsvoll organisieren.

Damit Schulen auch Orte des gemeinsamen Lebens werden, werden wir kommunale und regionale Bildungslandschaften und die Öffnung von allen Bildungseinrichtungen in den Sozialraum fördern.

 

Konsequent für alle Menschen

Nicht für Institutionen, sondern für jeden einzelnen Menschen muss Bildung gelingen.

Dafür müssen je nach individuellen Voraussetzungen, Möglichkeiten und Bedürfnissen der Menschen unterschiedliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Daraus folgt, dass wir offene Systeme beschreiben müssen, in denen alle Beteiligten klaren Prinzipien folgen bei einer größtmöglichen Handlungsfreiheit.

 

Eine Klarstellung zur Inklusion und Integration

Wir sind davon überzeugt, dass jeder Mensch Fähigkeiten und Begabungen besitzt, die er in die Gesellschaft einbringen kann. Das heißt auch, dass wir unser gesamtes Verständnis von Bildung und menschlichem Miteinander überprüfen müssen und ein Bildungssystem schaffen, in dem jeder Mensch seinen Platz findet und zwar unabhängig von seinem kulturellen oder sozialen Hintergrund und von individuellen Beeinträchtigungen. Die Herausforderungen von Inklusion und Integration und die hervorragenden Leistungen der Bildungseinrichtungen wollen wir dabei nicht vergessen und auch nicht klein reden. Aber wir wissen, in einem auf Homogenität ausgerichteten selektiven Bildungssystem kann es keine wirkliche Inklusion geben. Deshalb brauchen wir keine kleinen Verbesserungen, sondern Akzeptanz und individuelle Förderung für alle Menschen.

 

Konsequent in den Forderungen

Wir haben in den meisten Themen kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem. Deshalb werden wir unsere Ziele konkret und konsequent formulieren, die notwendigen Umsetzungsschritte beschreiben und mit Geld hinterlegen. Oft genug haben wir die Schere der Umsetzungsschwierigkeiten schon im Kopf – das schwächt unsere Haltung. Klarheit und Eindeutigkeit sind aber notwendig, damit sich etwas ändert. Denn wir haben ein Ziel: alle Kinder sollen zu Höchstleistungen gefordert und gefördert werden, weil wir in den Bildungsbereichen an die Spitze kommen. 

 

Damit Bildung gelingt, brauchen Menschen …
  1. freien Zugang zu Bildung
  2. Spaß am Lernen und Lust am Erfolg
  3. Anleitung und Unterstützung durch engagierte Menschen
  4. soziale und demokratische Kompetenz
  5. ein stabiles Fundament an Wissen und Kompetenzen
  6. Angebote und Anreize für Spitzenleistungen
  7. Bildung, die in der Zukunft trägt

Und nicht zuletzt: Gute Bildung braucht eine gute Finanzierung!

1. Freier Zugang zu Bildung

Immer noch entscheiden die Postleitzahl des Wohnortes und die Herkunft der Eltern über die Chancen in Schule, Ausbildung, Studium und Beruf. Fast 80 % der Akademikerkinder, aber nur 44 Prozent der Kinder, deren Eltern kein Abitur haben, machen selbst Abitur. Junge Erwachsene mit türkischen Nachnamen bekommen wesentlich schlechter einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz. An der betrieblichen Weiterbildung nehmen schlechter ausgebildete Männer und Frauen deutlich weniger teil und haben dadurch nur geringe Chancen auf Aufstieg. So wird soziale Auslese verfestigt.

Dagegen setzen wir auf freie und kostenfreie Bildung im gesamten Lebensverlauf.

 

Für unsere Kinder werden wir deshalb
  • Kitas komplett kostenfrei anbieten.
  • gutes Frühstück und Mittagsessen kostenlos bereitstellen. Denn gut ernährte Kinder sind gesünder und aufnahmefähiger.

 

Für Schülerinnen und Schüler werden wir deshalb
  • ausreichend Schulplätze ortsnah zur Verfügung stellen.
  • Lehrbücher und andere Materialien wirklich kostenfrei machen.
  • Ganztagsplätze für alle Kinder bereitstellen und in den Kernzeiten den Ganztag kostenfrei machen.

 


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Papier: Aufstiegschancen durch Bildung


 

Für junge Menschen in Ausbildung und Berufsschulen/-kollegs werden wir deshalb
  • alle Ausbildungsgänge kostenfrei anbieten.
  • den öffentlichen Nahverkehr kostenlos machen.
  • Wohnheimplätze und andere Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen.
  • Stipendien ausweiten für Auslandsaufenthalte oder Praktika.
Für Studierende werden wir deshalb
  • keine Studiengebühren erheben und die Sozialbeiträge deckeln.
  • Wohnen wieder bezahlbar machen durch viel mehr Studierendenwohnungen.
  • für BAFÖG-Anpassungen an die Lebenshaltungskosten sorgen.
  • den Quereinstieg durch Anerkennung von Leistungen vereinfachen.
  • Unterstützungen für Studierende aus Nicht-Akademikerfamilien ausweiten.

 

Für Erwachsene werden wir deshalb
  • ausreichend Plätze für das Nachholen von Schulabschlüssen jeder Stufe zur Verfügung stellen.
  • berufliche Weiterbildung (Meister, Techniker etc.) fördern und unterstützen.
  • schulische und berufliche Weiterbildung durch BAFÖG und Stipendien unterstützen.
  • Hochschulen kostenfrei für Weiterbildung öffnen.
  • den „Bildungsscheck“ und die „Bildungsprämie“ ausweiten.

2. Spaß am Lernen und Lust am Erfolg

Schon Kleinkinder wollen mehr wissen und können, wollen die Welt erobern und freuen sich an jeder neuen Fähigkeit, an jedem Erfolg. Diese Neugier und den Wissensdurst wollen wir erhalten und fördern und individuelle (Lern-)Erfolge ermöglichen.

Wer lernt, soll das in seiner eigenen Geschwindigkeit und nach seinen eigenen Möglichkeiten tun können. Alle Menschen sollen sich beim Lernen wohlfühlen können, deshalb werden wir unsere großen Investitionsprogramme fortführen und auf außerschulische Lernorte ausweiten. Und wir werden Geld und Personal einsetzen, damit die Häuser und Räume auch dauerhaft schön bleiben.

 

Für Kinder werden wir deshalb
  • Spaß, Spiel und Musik genauso wie Sport und Bewegung besonders fördern.
  • spielerisches Lernen schon früh anbieten und dazu entsprechend ausgebildetes und gut bezahltes Personal auch in den Kitas
  • Neugier und Lernanreize in attraktiven und spannenden Situationen fördern; dazu gehören z.B. Waldkindergärten, Kindertheater u.a.m. Außerschulische Lernorte werden wir ausreichend
  • sportliche, ökologische und kulturelle Angebote, aber auch Zoobesuche u.ä. für Familien kostengünstig gestalten.
  • in allen Einrichtungen ausreichend ansprechendes und aktuelles Spiel- und Lernmaterial zur Verfügung
  • Kita, Schule und Jugendeinrichtung vernetzen, damit es einfacher für Kinder und Jugendliche wird, diese zu nutzen.

 

Für Schülerinnen und Schüler werden wir deshalb
  • Lehrpläne so offen gestalten, dass jedes Kind individuelle Lernfortschritte machen kann.
  • regelmäßig Lernverhalten und Lernfortschritte zur Motivation, aber auch zur Selbst- steuerung rückmelden und dafür geeignetes Personal Noten sollen im kompetenzorientierten Lernen in ihrer Funktion relativiert werden.
  • starre Stundentaktungen zugunsten von Projektlernen und fächerübergreifendem Unterricht verlassen.
  • offene Lernsituationen schaffen und damit Freiräume öffnen und Eigenverantwortlichkeiten stärken.
  • Angebote zur Persönlichkeitsentwicklung, wie z.B. Theater-, Tanz- und Musik- und Sportprojekte, an allen Schulen
  • frustrierende Erfahrungen, die zur Schulverweigerung führen (können), vermeiden. Es wird kein Sitzenbleiben und Abschulen mehr geben.
  • Schulen so bauen bzw. umgestalten, dass sie Lern- aber auch Erlebnisraum und Lebensraum sind. Das bedeutet neben flexiblen Lernräumen auch Platz zum Toben, Räume für den Rückzug und fürs Essen sowie saubere Toiletten und Waschräume.
  • kurze Wege zur nächsten Schule organisieren, denn Kinder brauchen Zeit fürs Lernen und Spielen.

 

Für junge Menschen in Ausbildung und Berufsschulen/-kollegs werden wir deshalb
  • Lerninhalte und Lernmaterialien regelmäßig an die betriebliche Realität
  • duale Wege von Ausbildung und höherem Schulabschluss ausweiten.
  • innerhalb des Berufsschulsystems alle Möglichkeiten des Wechsels und des Weiterlernens ausschöpfen.
  • ihre Ausbildung sowohl innerhalb des beruflichen Bildungssystems als auch für weitergehende Abschlüsse anerkennen und
  • begleitende und motivierende Beratung für Berufs- und Karrierewege
  • neben den berufsvorbereitenden auch kulturelle, politische und sportliche Angebote attraktiv ermöglichen (z.B. Fahrten zu Gedenkstätten und Austausche).

 

Für Studierende werden wir deshalb
  • auf starre Anwesenheitspflichten verzichten.
  • neu: Mitwirkung und Mitbestimmung im Hinblick auf ihre Studieninhalte ermöglichen.
  • den internationalen Austausch fördern und unterstützen.
  • mit den Hochschulen gemeinsam die Bachelorstudiengänge an betriebliche Anforderungen anpassen und damit den Studierenden bessere Erfolgschancen auf dem Arbeitsmarkt ermöglichen.
  • Lernorte verbessern mit ausreichenden und flexiblen Arbeitsplätzen in Bibliotheken, Cafeterien und auch Räumen für kleinere Arbeitsgruppen.
  • in der Mensa gutes, gesundes und preiswertes Essen bereithalten.

 

Für Erwachsene werden wir deshalb
  • Angebote der politischen, kreativen und der Gesundheitsbildung genauso an- erkennen und finanziell ausstatten, wie berufsqualifizierende
  • informell, nonformal oder im Ausland erworbenes Wissen anerkennen und zerti- fizieren, ohne dass zusätzliche Kosten
  • den Bildungsurlaub so verändern, dass nicht nur Veranstaltungen im Inland und in geschlossenen Räumen anerkannt

3. Anleitung und Unterstützung durch engagierte Menschen

Oft können wir uns noch im fortgeschrittenen Alter an Namen von Lehrenden oder AusbilderInnen erinnern. Ihre Bedeutung haben sie nicht nur durch die Vermittlung von Wissen, sondern oft durch ihre Persönlichkeit: sie sind Vorbilder, UnterstützerInnen oder MahnerInnen. Und sie sind damit oft genug diejenigen, die über ein Gelingen oder ein Misslingen eines Schul- und Bildungsweges entscheiden.

Und deshalb müssen es die Besten sein, die diese Aufgaben übernehmen.

In allen Bildungsbereichen ist es eine große Herausforderung, Menschen zu finden, die lehren, unterstützen, motivieren und begleiten können. Neben einer qualitätsvollen Aus- und Weiterbildung ist eine regelmäßige Unterstützung z.B. durch Supervision von großer Bedeutung. Wir brauchen in Kitas, Schulen oder Hochschulen weniger Kontrolle und mehr Beratung und Hilfe bei der Weiterentwicklung.

In der vielfältigen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen werden Lehrende gemeinsam mit SozialpädagogInnen und PsychologInnen in multiprofessionellen Teams zusammenarbeiten. Für nicht-pädagogische Aufgaben werden wir ausreichend zusätzliches Personal zur Entlastung einsetzen.

 

Für Kinder werden wir deshalb
  • in den Kitas ausreichend viele, gut ausgebildete und gut bezahlte ErzieherInnen einsetzen. Die Kind-ErzieherIn-Relation werden wir deutlich
  • neben den „klassischen“ ErzieherInnen auch Fachkräfte für Diagnostik und besondere Förderangebote (Sprache, Motorik etc.)
  • ErzieherInnen entlasten durch zusätzliches nicht-pädagogisches Personal wie Verwaltungs- und Hauswirtschaftskräfte.
  • Eltern bei der Erziehung unterstützen und dazu Familienzentren besser fördern, damit sie sich noch stärker als bislang in den Sozialraum öffnen können.
  • Angebote für Familien wie Elterncafés u.ä. wohnortnah anbieten bzw. ausweiten.
  • den Übergang in die Grundschule vorbereiten und begleiten.

 


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Für Schülerinnen und Schüler werden wir deshalb
  • motivierte und gut ausgebildete LehrerInnen zur Verfügung stellen. Dazu werden wir den Lehrberuf in allen Bereichen wieder attraktiver
  • Unterstützung und Begleitung organisieren und dazu neben LehrerInnen auch z.B. SchulsozialarbeiterInnen und SchulpsychologInnen einsetzen. Ihre Aufgaben erledigen sie als gleichberechtigtes Mitglied des Schulteams und mit einer Vertretung im
  • in Schulen Personalvertretungen für die PädagogInnen ermöglichen.
  • von Anfang an die Schulentwicklung begleiten und unterstützen lassen.
  • im offenen Ganztag gut qualifizierte und entsprechend bezahlte Personen ein- setzen.
  • nicht mehr zulassen, dass Beamtenrecht ungeeignete LehrerInnen schützt.
  • Lehrkräfte, insbesondere im Bereich der politischen oder geschichtlichen Bildung, als Vorbild für das Erlernen von Demokratie und Mitwirkung

 

Für junge Menschen in Ausbildung und Berufsschulen/-kollegs werden wir deshalb
  • auf die Qualität des Lehrpersonals besonders achten, gerade auch bei den notwendigen
  • für den Fachunterricht betriebsnahe Lehrpersonen zur Verfügung
  • in der betrieblichen Ausbildung die Anleitung durch die Ausbilder z.B. durch aus- bildungsbegleitende Hilfen unterstützen und insgesamt die Qualität der betrieblichen Ausbildung überprüfen.

 

Für Erwachsene werden wir deshalb
  • leicht zugängliche und themenübergreifende Beratung sicherstellen.
  • Angebote der unterschiedlichen Einrichtungen (AA, Kammern, VHS, o.ä.) an zentralen Orten und/oder durch ein digitales Angebot zusammenfassen.
  • in den Angeboten der Weiterbildung qualifiziertes, zertifiziertes und entsprechend bezahltes Personal einsetzen.
  • beim Nachholen von Schulabschlüssen ausreichend LehrerInnen, aber auch Unterstützungs- und Begleitpersonen zur Verfügung stellen.

4. Soziale und demokratische Kompetenz

Menschen sind soziale Wesen; das gilt auch in Bildungsprozessen. Kinder lernen voneinander oftmals einfacher die Regeln einer Gruppe und in der Erwachsenenbildung lernen Menschen voneinander. Das wird begünstigt in Lerngruppen, welche die Vielfältigkeit der Gesellschaft widerspiegelt. Wir schätzen und fördern positives Sozialverhalten, Höflichkeit, Achtsamkeit und Respekt. Soziale Kompetenz wird zudem ganz wesentlich in der Freizeit erworben. Daher wollen wir auch außerschulische Lernorte und die kommunalen Bildungslandschaften weiter fördern und ausweiten.

Unser aller Leben in Gemeinschaften und der Gesellschaft steht vor der Herausforderung einer wachsenden sozialen Ungleichheit, die zu einer Spaltung unserer Gesellschaft und zu einem Misstrauen gegenüber Politik und Demokratie führt. Um diesen Strömungen konsequent entgegenzutreten, braucht es theoretische und praktische politische Bildung auf allen Ebenen. Denn politische Bildung vermittelt neben dem Erlernen freiheitlich-demokratischer Spielregeln Prinzipien für unser Zusammenleben wie Toleranz, Solidarität und Zivilcourage.

 

Für Kinder werden wir deshalb
  • schon früh Gemeinsamkeiten betonen und Verschiedenheit respektieren.
  • spielerisch Kooperation einüben und Konflikte aushalten
  • Sozialverhalten einüben als Basis unseres Zusammenlebens.
  • Mitwirkungschancen eröffnen und dabei auch kleine Kinder altersgerecht beteiligen.
  • den Ausbau und die Förderung von Plus-Kitas und Familienzentren vorantreiben, um „Ungleiches ungleich behandeln“ zu können und gezielt dort zusätzlich zu fördern, wo die Bedarfe am größten sind.

 

Für Schülerinnen und Schüler werden wir deshalb
  • altersübergreifenden Unterricht in der Grundschule fördern, damit Kinder von- einander und nach ihrem individuellen Lerntempo lernen können.
  • bei allem individualisierten Lernen auch stabile Gruppen bilden, um den Rückhalt zu stärken.
  • Unterschiedlichkeit und gemeinsames Lernen als Chance erlebbar machen.
  • Mitbestimmung über Schulparlamente ermöglichen, damit Demokratie früh erlernt werden kann. Den SVen werden wir eigene Budgets zur Verfügung
  • die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer und die Unterstützung demokratischen Handelns in allen Fächern stärken.
  • alle Aktivitäten unterstützen, die politische Bildung erfahrbar und erlebbar machen. Dazu gehören Ausflüge, Gedenkstätten- und andere Fahrten, Besichtigungen u.v.a.m., für die wir ausreichendes und vor Ort verwaltetes Geld zur Verfügung stellen.
  • internationalen Austausch für alle Kinder durch umfangreiche Stipendiensysteme ermöglichen.
  • B. durch konsequentes Teamteaching Transparenz in die Unterrichtsgestaltung und in den Umgang mit den Kindern bringen.
  • offensiv allen Anzeichen von Mobbing u.ä.
  • in der Schulraumplanung eigene Räume für Treffen oder Rückzug der Kinder und Jugendlichen

 

Für junge Menschen in Ausbildung und Berufsschulen/-kollegs werden wir deshalb
  • Persönlichkeitsentwicklung, Selbstsicherheit und Respekt fördern.
  • politisches Grundwissen und das Wissen um betriebliche Mitbestimmung ausweiten.
  • demokratische Spielregeln vermitteln und Mitwirkungsmöglichkeiten stärken.
  • das freiwillige soziale Jahr, einen Bundesfreiwilligendienst und andere Programme weiter aktiv fördern.
  • Angebote schaffen, um sich in einer globalisierten, transnationalen Welt und Arbeitswelt zurecht zu finden (z.B. Sprachkurse, Austauschprogramme etc.).

 

Für Studierende werden wir deshalb
  • Lernen in kleineren Gruppen und Projekten ausweiten.
  • übergeordnete Fähigkeiten wie Team- und Kooperationsfähigkeit systematisch fördern.
  • das Leitbild einer demokratischen Hochschule etablieren und mit Leben füllen.
  • Mitbestimmung in allen Gruppen sichern.

 

Für Erwachsene werden wir deshalb
  • Angebote der politischen, sozialen und Elternbildung ausbauen und kostenfrei anbieten.
  • den Bildungsurlaub bewerben und über seine Angebote beraten als Möglichkeit der Freistellung für selbstbestimmte politische Bildung.
  • den Bildungsurlaub zusätzlich für soziales und persönlichkeitsförderndes Lernen öffnen.
  • politische Bildungswerke besonders unterstützen.
  • Mitwirkungsorgane in der öffentlich geförderten Weiterbildung (wieder) beleben und zu Mitbestimmungsorganen ausbauen.

5. Ein stabiles Fundament an Wissen und Kompetenzen

Die Welt und ihre Herausforderungen werden immer komplexer. Das verführt dazu, Wissens- und Lerninhalte ständig auszuweiten und zu spezifizieren. Aber die technischen und sozialen Entwicklungen sind zu schnell, um alles vorausplanen zu können. Wichtiger ist es, stabiles Grundwissen zu vermitteln, auf das systematisch aufgebaut werden kann. Außerdem müssen Fertigkeiten und Fähigkeiten vermittelt werden, wie Wissen erschlossen und Neues gelernt werden kann.

Da das Lerntempo jedes Einzelnen unterschiedlich ist, müssen alle Lernsituationen aus- reichend Zeit und Platz für individuelle Fortschritte lassen.

 

Für Kinder werden wir deshalb
  • schon in der Kita spielerisch Sprachlernen vermitteln.
  • bis zum Ende der Kita so viele Deutschkenntnisse vermitteln, dass die Kinder in der Grundschule lesen und schreiben lernen können.
  • ausreichend Bewegung ermöglichen, damit sie gesund aufwachsen. Dazu gehören gezielte Sportangebote, aber auch einfaches Austoben.
  • alle Angebote ausweiten, die die Neugier fördern und das spielerische Lernen unterstützen.
  • Geld für Ausflüge und Unternehmungen bereitstellen, das den Kitas zur Verfügung steht und dort verantwortet wird.

 

Für Schülerinnen und Schüler werden wir deshalb
  • genügend Zeit und Raum für das Erlernen von Lesen und Schreiben, den Grundrechenarten, Informatikgrundkenntnissen und Englischgrundkenntnissen geben.
  • durch Lernbegleitung, z.B. bei Übungsaufgaben, den Lernfortschritt unterstützen.
  • individualisiertes Lernen im eigenen Rhythmus ermöglichen.
  • Schule so gestalten, dass langsameres Lernen nicht als Scheitern, z.B. durch Sitzenbleiben, bestraft wird, sondern das eigene Lerntempo akzeptiert
  • Mehrsprachigkeit fördern und für Abschlüsse anerkennen.
  • in allen Fächern neben Wissensinhalten auch Kompetenzen zum Lernen und Weiterlernen vermitteln.

 

Für junge Menschen in Ausbildung und Berufsschulen/-kollegs werden wir deshalb
  • Zeit geben, eventuell Versäumtes in Ruhe nachzuholen.
  • neben der fachlichen Ausbildung eine gründliche Allgemeinbildung vermitteln.
  • das Lernen im Betrieb durch Hilfestellungen für die Ausbilder unterstützen.
  • ausreichend sowohl fachlich als auch pädagogisch qualifizierte LehrerInnen zur Verfügung
  • wohnortnahes Lernen ermöglichen, z.B. durch gemeinsame Klassen in artverwandten Berufszweigen.

 

Für Studierende werden wir deshalb
  • Vor- oder Einführungssemester zur Stabilisierung von Grundwissen oder zum Erlernen von wissenschaftlichem Arbeiten nicht auf die Regelstudienzeit
  • durch strukturierte Studieneingangsphasen den Zugang zum Studium erleichtern.
  • in den Bachelor-Studiengängen auf eine breite Grundlagenbildung Wert

 

Für Erwachsene werden wir deshalb
  • Alphabetisierung und Grundbildungsangebote flächendeckend, aufsuchend und kostenfrei als Regelangebote
  • bei der Grundbildung auch Englisch und IT-Kenntnisse, aber auch Angebote zu Demokratie, Konsum, Verbraucherschutz und Gesundheit fördern.
  • Angebote einer zweiten Chance zum Erwerb eines qualifizierten Schulabschlusses ermöglichen.

6. Angebote und Anreize für Spitzenleistungen

Wir leben in einer globalen Wissensgesellschaft. Gerade in Deutschland brauchen wir hochspezialisierte Fachleute, um wirtschaftlich und gesellschaftlich konkurrenzfähig zu bleiben. In allen Altersgruppen und Gesellschaftsschichten gilt es, Talente zu entdecken und zu fördern. Dies gilt nicht nur in der akademischen Welt, sondern auch in Betrieben oder anderen Arbeitszusammenhängen.

 

Mit Spitzenleistung meinen wir dabei die jeweils persönliche Höchstleistung. Die kann sehr verschieden sein – wichtig ist nur, dass auf dem Weg jede Unterstützung zur Verfügung steht. Und das unabhängig von Geldbeutel, Vorbildung oder Herkunft der Eltern oder Familien.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden sich alle Bildungseinrichtungen ändern müssen. Sie müssen sich auf Verschiedenheit einstellen und die individuelle Förderung in den Mittelpunkt stellen.

 

Für unsere Kinder werden wir deshalb
  • ein individuelles Unterstützungsangebot in der Kita vorhalten, damit alle Kinder nach ihren Begabungen gefördert werden.
  • Räume für non-formale Lernprozesse schaffen und die Persönlichkeitsentwicklung unterstützen.
  • die Neugier fördern und das pädagogische Angebot in den Kitas unterstützen und ausbauen. Dazu gehören beispielsweise Angebote für kleine ForscherInnen, aber auch die Zusammenarbeit mit Musikschulen u.v.a.m.

 

Für Schülerinnen und Schüler werden wir deshalb
  • anerkennen, dass Kinder nicht in allen Fächern und Aufgabenstellungen gleich begabt sind. Daher müssen ihnen unterschiedliche Lernfortschritte ermöglicht werden.
  • systematische Begabungsförderung in allen Schulen
  • anregendes Unterrichtsmaterial in den Schulen zur Verfügung
  • die MINT-Fächer weiter finanziell fördern.
  • über ausgeweitete Berufsorientierung die Vielzahl von Berufs- und Karrierewegen aufzeigen.
  • Schulpreise für besonderes Engagement vergeben.

 


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Für junge Menschen in Ausbildung und Berufsschulen/-kollegs werden wir deshalb
  • Berufsschulen und Berufskollegs in enger Verbindung mit Betrieben und Kammern auf den technisch neuesten Stand bringen und halten.
  • über die Unterstützung von Anschlussqualifizierungen (Meister-BAFöG) jederzeit Wege zur Weiterentwicklung öffnen.
  • handwerkliche und praktische Fähigkeiten wertschätzen und auch hier Spitzenleistungen unterstützen und durch Zertifizierung anerkennen.

 

Für Studierende werden wir deshalb
  • Universitäten und Fachhochschulen weiter stärken.
  • ausreichend Masterstudienplätze zur Verfügung stellen.
  • Karrierewege und -optionen eröffnen, auch für den wissenschaftlichen Mittelbau und für die öffentliche Verwaltung.
  • Frauen bei ihrer Karriereplanung besonders unterstützen.
  • Start-ups und Ausgründungen finanziell und organisatorisch unterstützen.

 

Für Erwachsene werden wir deshalb
  • Förderwege und Stipendiensysteme für Neu- und Weiterqualifizierungen ausbauen.
  • unabhängige Qualifizierungs- und Karriereberatung kostenfrei überall anbieten.
  • Freistellungen für berufliche Weiterentwicklung paritätisch finanziert ermöglichen.

7. Digitale Bildung, die in der Zukunft trägt

Die digitale Revolution schreitet fort und verändert Lebens- und Arbeitsbedingungen teilweise sehr grundlegend. Das bedeutet Chancen für Entwicklungen, aber durchaus auch Gefahren für die (Daten-)Sicherheit. Auf beides müssen Kinder und Erwachsene vorbereitet werden.

Dazu stellt auch die Globalisierung das Bildungssystem vor besondere Herausforderungen – Kinder, Jugendliche und Erwachsene müssen sich zunehmend einer internationalen Konkurrenz stellen. Neben sprachlichen Fähigkeiten sind vor allem Wissensdurst und kritische Offenheit für Neues entscheidende Erfolgsfaktoren.

 

Für Kinder werden wir deshalb
  • bereits in der KITA kindgerechte Angebote zur Medienerziehung vorhalten, damit Kinder den sinnvollen Umgang mit digitalen Medien lernen und diese besser einschätzen können.

 

Für Schülerinnen und Schüler werden wir deshalb
  • den Breitbandausbau an allen Schulen sicherstellen.
  • die Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten ausstatten.
  • digitale Schulbücher und Unterrichtsmaterialien in den Schulen kostenfrei einführen.
  • die Nutzung von digitalen Medien und Serious Games im Unterricht aktiv vorantreiben.
  • vernetztes Denken fördern, indem wir stärker auf fächerübergreifende und projekt- orientierte Lernformen setzen.
  • Medienpädagogik und Medienkompetenz als festen Bestandteil in den Unterricht einbauen, um selbstbestimmt, kritisch und sicher mit Medien umgehen zu können.
  • Wissen zu Grundlagen der Informatik und der Funktionsweise digitaler Prozesse und Anwendungen vermitteln.

 

Für junge Menschen in Ausbildung und Berufsschulen/-kollegs werden wir deshalb
  • die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen und damit Lernen vereinfachen und verbessern, um SchülerInnen für die digitale Arbeitswelt fit zu machen.
  • regelmäßig und zeitnah Ausbildungsinhalte an die digitale Entwicklung anpassen.
  • mit PartnerInnen in Betrieben und zentralen Ausbildungsstellen das Anwendungslernen optimieren.

 

Für Studierende werden wir deshalb
  • die Möglichkeiten der Nutzung digitaler Lehrformate konsequent weiterentwickeln. Ziel ist, die Lehrveranstaltungen didaktisch weiter zu entwickeln und die Zugangsbarrieren zum Studium für Studierende zu verringern.
  • die Vernetzung der Hochschulen in der digitalen Lehre konsequent vorantreiben, um die gegenseitige Anerkennung von Lerninhalten zu ermöglichen und Studierenden damit die Möglichkeit geben, Lerninhalte an räumlich unterschiedlichen Orten zu erwerben.
  • ausreichende Fördermittel für die Weiterqualifizierung der Lehrenden an den Hochschulen unseres Landes zur Verfügung stellen, damit sich die Qualität der Lehre zeitgerecht weiterentwickeln kann.

 

Für Erwachsene werden wir deshalb
  • Weiterbildungsangebote und berufsbegleitende Studiengänge digital und frei verfügbar machen.
  • Volkshochschulen weiterentwickeln zu offenen Lern- und Bildungshäusern.
  • technikbasierte Lerninnovationen für alle verfügbar machen und durch LernbegleiterInnen unterstützen.
  • in der beruflichen oder zertifikatsgebundenen Bildung digitale Optimierungswerkzeuge (learning analytics) einsetzen, um Lernprozesse zu unterstützen.
  • die Entwicklung passgenauer Lernbausteine zur Unterstützung des individuellen Lernfortschritts finanzieren.
  • Anerkennungsverfahren für informell und nonformal erworbene Lerninhalte vereinfachen und beschleunigen.
  • Zertifikate digitalisieren und individuell und fälschungssicher anlegen.

 

Gute Bildung braucht eine gute Finanzierung
NRW wird Spitzenreiter bei den Bildungsausgaben

Wir wissen alle: Wenn wir bei der Bildung sparen, wird sich das früher oder später rächen. Und trotzdem liegt Deutschland bei den Bildungsausgaben deutlich, d.h. rund 30 Milliarden Euro pro Jahr, unter dem OECD-Durchschnitt. Und NRW liegt noch unter dem Bundesdurchschnitt. Deshalb ist unser klares Ziel, Spitzenreiter im Bundesdurchschnitt zu werden und dazu den Bildungsetat sukzessiv zu erhöhen.

Durch die Verteilung der zusätzlichen Gelder muss Bildungsgerechtigkeit hergestellt werden. Zunächst heißt das, dass wir Bildung im gesamten Lebensverlauf beitragsfrei machen. Und es heißt, dass bei größeren Herausforderungen auch die personellen und Sachausstattungen besser sein müssen.

Dabei gilt für alle Bereiche die Forderung „Ungleiches muss ungleich behandelt werden“. In diesem Zusammenhang muss auch eine sozialindexbasierte Verteilung von Mitteln in allen Bildungsbereichen geregelt werden. Noch immer ist Bildung und Teilhabe abhängig vom Geldbeutel der Eltern. Dies will die Sozialdemokratie ändern. Gerechtigkeit im Bildungssystem kann nur über ein beitragsfreies Bildungssystem erreicht werden. In diesem Zusammenhang müssen einheitliche Qualitätsstandards und Schulbaurichtlinien konsequent umgesetzt werden. Des Weiteren müssen Lösungen zur dauerhaften Finanzierung von Inklusion, Ganztag und Schulsozialarbeit gefunden und implementiert werden.

Wir brauchen einen New Deal. Eine neue Verantwortungsgemeinschaft zwischen Bund, Land und Kommunen ist hier gefragt. Zuständigkeiten sind für Familien – aber auch für Schulen – nicht mehr durchschaubar und Strukturen so angelegt, dass sie Prozesse eher lähmen als Lösungen auf akute Probleme bereitstellen, wie z.B. bei der Finanzierung des Ganztages, einer Schulbaurichtlinie oder bei der Finanzierung des Digitalpaktes.

Regionale Bildungsnetzwerke leisten hier einen wichtigen Beitrag. Sie vernetzen Schulen mit den kommunalen Schul-, Jugend- und Sozialhilfeträgern und der Schulaufsicht. Wir müssen bei vorhandenen Vernetzungen und Partnerschaften genau prüfen, wie diese zum Wohl der Kinder verbessert und ausgeweitet werden können.

 

Für Kinder werden wir deshalb
  • die Ausgaben im Bereich der frühkindlichen Bildung deutlich erhöhen, um die realen Bedarfe abdecken und Qualitätsverbesserungen finanzieren zu können.
  • eine Sockelfinanzierung der Kitas einführen, um die Planungssicherheit für die Kita-Träger zu erhöhen und gesicherte Perspektiven für die Beschäftigten zu bieten.
  • die Ausbildung der ErzieherInnen wertschätzen und diese nach Tarif und sozialversichert bezahlen.
  • die Kita-Beiträge landesweit abschaffen, gesundes Essen fördern und perspektivisch auch die zusätzlichen Kosten für Frühstück und Mittagsverpflegung ganz abschaffen.

 

Für Schülerinnen und Schüler werden wir deshalb
  • die Schulen besser finanziell ausstatten.
  • die Lehrkräfte gerecht entlohnen – A13Z als Eingangsamt durchsetzen.
  • Schulen nach ihren Herausforderungen im Sozialraum fördern und einen schul- scharfen Sozialindex einführen.
  • die Finanzierung des Ganztags sicherstellen.
  • die Zusammenarbeit zwischen Schule und der wirtschaftlichen Jugendhilfe stärken.
  • Schulsozialarbeit auskömmlich und durch eine Regelfinanzierung ausstatten.
  • SchulsozialarbeiterInnen und das pädagogische Fachpersonal besser entlohnen.

 

Für junge Menschen in Ausbildung und Berufsschulen/-kollegs werden wir deshalb
  • dafür Sorge tragen, dass die finanziellen Herausforderungen, z.B. die Umstellung auf G9, nicht zu Lasten der Berufsschulen gehen.
  • finanzielle Anreize für BerufsschullehrerInnen schaffen.
  • die Qualität der Ausbildung stärken und uns dafür einsetzen, dass die Ausbildung in faire Arbeit, mit guter Bezahlung und guten Arbeitsbedingungen mündet.
  • die Ausbildungsmindestvergütung auch in NRW konsequent vorantreiben.
  • die Finanzierung von Schulsozialarbeit fördern.

 

Für Studierende werden wir deshalb
  • ausreichend Studienplätze finanzieren.
  • Projektfinanzierungen einschränken und Regelfinanzierungen ausbauen.
  • ausreichende Kapazitäten im Bachelor-/Masterstudium zur Verfügung stellen.
  • die Hochschulen baulich zu modernen Orten der Wissensvermittlung weiterentwickeln.
  • auch zukünftig aufwachsend mehr Geld investieren, um gute Lehre und intensive Betreuung zu realisieren.
  • die Hochschulen für angewandte Wissenschaft finanziell stärken, um den gewandelten Anforderungen in Forschung und Lehre gerecht zu werden.

 

Für Erwachsene werden wir deshalb
  • die Landesfinanzierung für die Weiterbildung auf 10 Euro je EinwohnerIn anheben.
  • Stipendien- und Förderprogramme auskömmlich finanzieren.
  • öffentliche Weiterbildungsorte schaffen und die bestehenden modernisieren und dazu Landesfinanzierungen bzw. Bürgschaften bereitstellen.
  • mit den Tarifpartnern Vereinbarungen über Freistellungen für Weiterbildung treffen.

 


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