Thomas Kutschaty zum Tod von Kurt Biedenkopf: „Mit Kurt Biedenkopf geht ein Brückenbauer der Wiedervereinigung“

Zum Tod des langjährigen Ministerpräsidenten von Sachsen und ehemaligen Landesvorsitzenden der CDU-NRW erklärt Thomas Kutschaty, Vorsitzender der NRWSPD:

„Kurt Biedenkopf wird uns vor allem als langjähriger Ministerpräsident von Sachsen in Erinnerung bleiben. Sein langes politisches Leben hat aber auch tiefe Spuren in Nordrhein-Westfalen hinterlassen. Nicht nur in der CDU-NRW, deren erster Vorsitzender er nach dem Zusammenschluss der Landesverbände Rheinland und Westfalen-Lippe gewesen ist, sondern auch als Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtags in der Zeit von 1980 bis 1988.

Darüber hinaus war er auch maßgeblich am Aufbau der Ruhr-Universität in Bochum beteiligt. Zunächst als Ordinarius für Handels-, Wirtschafts- und Arbeitsrecht, später auch als deren Rektor von 1967-1969. Damit hat er auch zum Aufstieg von Kindern aus Arbeiterfamilien beigetragen, die an der Ruhr-Uni studieren durfte.

Mit Kurt Biedenkopf geht auch ein Brückenbauer der Wiedervereinigung von uns. Die Sächsinnen und Sachsen gaben ihm als Ministerpräsident den respekt- wie liebevollen Beinamen ,König Kurt‘. Das zeigt, wie stark sein Name mit dem Freistaat verbunden ist. Wir gedenken seiner und sind in diesen Stunden in Gedanken auch bei seiner Familie.“