Gedenken an den 9. November

Porträtfoto von Sebastian Hartmann
Sebastian Hartmann

Zum Gedenken an den 9. November erklärt Sebastian Hartmann, Vorsitzender der NRWSPD: 

„Der 9. November ist Wendepunkt der deutschen Geschichte.
1918 ruft der Solinger Philipp Scheidemann in Berlin die Republik aus.
1938 verüben die Nationalsozialisten überall Pogrome an den Jüdinnen und Juden im Reich.
1989 fällt die Mauer, die Deutsche in Ost und West mehr als 28 Jahre getrennt hat.

Heute zeigt uns der 9. November, dass Demokratie und Freiheit nicht selbstverständlich sind, sondern jeden Tag neu erkämpft und gelebt werden müssen. Er ist Symbol dafür, dass demokratische Politik sich immer und uneingeschränkt an der Würde und der Freiheit der Menschen auszurichten hat – jedes einzelnen Menschen.
Wir sehen gerade ein Deutschland mit zunehmenden Ungleichheiten. Ungleichheit zwischen Menschen mit unterschiedlichen Einkommen und Vermögen, Ungleichheit zwischen Menschen unterschiedlicher Klassen oder Herkunft und Ungleichheit zwischen Geschlechtern und Regionen.
Dagegen etwas zu tun ist die Aufgabe von uns allen. Wir müssen der Spaltung entgegentreten. Was wir brauchen ist mehr Verständnis füreinander und mehr Solidarität miteinander. Gerade jetzt in Zeiten der Pandemie aber auch in Zukunft. Nur so können wir es schaffen, dass alle ein gutes Leben in sozialer Sicherheit führen können und niemand zurückgelassen wird.“