Sebastian Hartmann zu der furchtbaren Gewalttat in Hanau

Porträtfoto von Sebastian Hartmann
Sebastian Hartmann

Bei einer Gewalttat starben durch Schüsse auf zwei Shisha-Bars im hessischen Hanau mindestens neun Menschen. Anschließend fand die Polizei den mutmaßlichen Täter und eine weitere Person tot in dessen Wohnung auf. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen, weil ein Bekennerschreiben und ein Video auf eine fremden- und ausländerfeindliche Motivation hindeuten. Sebastian Hartmann erklärt dazu:

„‪Das Schüren von Hass und Angst hat erneut zu Terror und Tod geführt. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und Freunden. Ich wünsche allen Kraft in diesen schweren Stunden.
Erneut hat ein mutmaßlich rechtsradikaler Täter in Deutschland Menschen ermordet. Das ist eine weitere Tat in einer inzwischen langen Reihe entsetzlicher und verabscheuungswürdiger Gewalttaten. Wir müssen alles tun, um die Tat aufzuklären, insbesondere müssen auch die Hintergründe und möglichen Netzwerke genau untersucht werden. Wir dürfen als Zivilgesellschaft nicht länger hinnehmen, dass sich unter den Augen der Öffentlichkeit und der Sicherheitsbehörden weitreichende Strukturen ohne Gegenmaßnahmen des Staates etablieren und verfestigen. Dazu gehört auch die zunehmende Radikalisierung immer weiterer Teile der rechtsextremen Szene, befördert durch Sprache und Taten rechtsradikaler und demokratiefeindlicher Parteien, Organisationen und ihrer Netzwerke. Der Anschlag von Hanau ist ein Anschlag auf unsere Demokratie und die friedliche Mehrheitsgesellschaft. Diese Tat ist ein Angriff auf uns alle.“