Gruppenbild der Arbeitsgemeinschaft SPD 60 plus bei der ordentlichen Bundespressekonferenz "Wir leben Demokratie"

„Wir leben Demokratie“ – Ordentliche Bundeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft SPD 60

„Wir leben Demokratie“ – Mit diesem Titel fand die Ordentliche Bundeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft SPD 60 plus statt.

Austragungsort war in diesem Jahr Köln, wo 200 geladene Delegierte einen neuen Vorstand wählen und eine Reihe richtungsweisender Anträge verabschieden sollten.

Lothar Binding eröffnete die Konferenz und begrüßte die Delegierten, die aus allen Bundesländern angereist waren.

Franz Müntefering, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisation BAGSO, stimmte mit einem Grußwort in die Konferenz ein und betonte die wichtige Arbeit unserer AG ganz nach dem Motto „Erfahrung schafft Zukunft“.

Der „Kölner“ Norbert Walter-Borjans überraschte die Delegierten mit einem weiteren Grußwort Und sprach natürlich auch über seine Kandidatur (zusammen mit Saskia Esken) für den SPD-Parteivorsitz.

Mit dem Rechenschaftsbericht wies Lothar Binding auf die Schwerpunkte der Vorstandsarbeit hin, ebenso auf die Initiativen im Bundesausschuss der Arbeitsgemeinschaft. Auch die Gespräche in Zusammenhang mit der vom Parteivorstand eingesetzten Organisationspolitischen Kommission gehörten zu seinem Bericht.

Ein Zitat aus Lothars Rechenschaftsbericht sei hier besonders erwähnt: Es geht unserer Gesellschaft stets besser, wenn die SPD mitregiert, als wenn wir in der Opposition sind. Allerdings müssen wir uns die Frage stellen, wie viel es allen Menschen besser geht und ob dies den Preis ist. Wenn der Preis, den man in einer Koalition mit der Union bezahlen muss, der ist, dass es der SPD richtig viel schlechter geht, ist der Preis für die Gesellschaft zu hoch – denn wenn es der SPD nicht gut geht, das zeigt uns die Geschichte, ist die Gefahr, dass es der gesamten Gesellschaft richtig schlecht geht, enorm groß. Soweit das Zitat.

In der anschließenden Diskussion war dies auch Thema zahlreicher Wortmeldungen. Auch die Berichte aus der Organisationspolitischen Kommission wurden lebhaft diskutiert und in der Mehrzahl negativ bewertet. Entscheidungen wird es in diesem Jahr wohl nicht mehr geben und der dann neu gewählte PV wird sich damit beschäftigen müssen.

Erster Arbeitspunkt für die Delegierten: Wahl des/der Vorsitzenden der AG 60plus. Einziger Kandidat war Lothar Binding, der mit einem herausragenden Ergebnis (92%) erneut zum Bundesvorsitzenden gewählt wurde.

Jos Bertrand, Präsident der European Senior Organisation (ESO) gratulierte dem Vorsitzenden und sprach ein weiteres Grußwort an die Delegierten, dies wurde mit starkem Beifall bedacht.

Anschließend wurden die stellv. Vorsitzenden gewählt. Heidemarie Fischer (Berlin), Peter Schöbel (Hessen) und Josef Albert Dütsch (Sachsen-Anhalt). Im neuen Vorstand sind die von NRW nominierten Mitglieder Annemarie Pell und Friedhelm Hilgers vertreten.Die Beschlussempfehlungen unserer NRW-Landeskonferenz konnten damit nicht vollständig realisiert werden.

ERFAHRUNG SCHAFFT ZUKUNFT

Mit diesem Motto begann am Abend die Festveranstaltung „25 Jahre 60 plus“. Ein gelungener Abend mit einer Festrede von Natascha Kohnen (Parteivorstand) und einem fulminanten Auftritt des Kabarettisten Wilfried Schmickler (Standing ovation inbegriffen). Gute Gespräche beim festlichen Buffet sorgten für einen gelungenen ersten Konferenztag.

Vorgelegt wurde auch eine Festschrift zum Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft SPD 60 plus 2019. Auch hieraus soll ein Zitat der AG 60 plus Ehrenvorsitzenden Angelika Graf Erwähnung finden: Ich wünsche mir, dass meine AG 60 plus stolz ist auf das, was wir erreicht haben in den letzten 25 Jahren. Da steckt immer harte Arbeit dahinter. Wir freuen uns über jeden und jede, die bei uns konstruktiv mitarbeiten will. Und die SPD ermahne ich, die Forderungen und Ideen der Arbeitsgemeinschaft 60 plus ernst zu nehmen. Wer, wenn nicht wir, weiß, wo dem Bürger der Schuh drück? Ende Zitat.

Der zweite Konferenztag beschäftigte sich hauptsächlich mit den Anträgen, die den Delegierten vorlagen. Das Antragsbuch umfasste 99 Seiten, plus weiterer Initiativanträge. Digitalisierung, Friedens- und Europapolitik, Gesundheits- und Pflegepolitik, Rente und Steuerpolitik waren nur einige Themenbereiche, die zu einer lebhaften und guten Diskussion führten. Unsere NRW Anträge und Ergänzungen fanden breite Zustimmung.

Mit Lars Klingbeil (Generalsekretär der Bundes-SPD) war ein weiteres Mitglied der SPD-Spitze zur Konferenz gekommen. Auch er lobte die Arbeit der AG, sprach mögliche Maßnahmen des Parteivorstandes an und schloss den Wunsch an, für eine große Beteiligung bei der Mitgliederbefragung zum Parteivorsitz zu sorgen.

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