Jetzt erst recht! Sexuelle Selbstbestimmung ist nicht verhandelbar

Die Landesvorsitzende der AsF NRW Daniela Jansen erklärt zum bundesweiten Aktionstag für die Streichung von § 219a StGB am 26. Januar 2019:

Wir kämpfen weiterhin für eine Streichung des Paragraphen 219a. Das vorliegende Papier ist kein Kompromiss zwischen den verschiedenen Positionen. Im Gegenteil: Statt § 219a zu streichen, soll eine Studie zur “Häufigkeit und Ausprägung seelischer Folgen von Schwangerschaftsabbrüchen” in Auftrag gegeben werden. Werbung für Schwangerschaftsabbrüche soll weiterhin verboten bleiben. Eine längst fällige Distanzierung von dem Wort „Werbung“ wurde nicht vollzogen.

Ärztinnen und Ärzte, die Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen anbieten, werben nicht für Schwangerschaftsabbrüche, sondern sie unterstützen Frauen bei der Entscheidungsfindung – einer Entscheidung, die schwerwiegende Folgen für das Leben der jeweiligen Frauen hat. Schwangere Frauen wägen ab, welche Entscheidung für sie und das ungeborene Kind am besten ist. Und nur sie selbst – also kein Mann, keine Ärztin oder Arzt und keine Institution – müssen am Ende diese schwierige und folgenschwere Entscheidung treffen.

Wir unterstützen die Selbstbestimmungsrechte der Frauen und rufen deshalb zu einer Beteiligung am bundesweiten Aktionstag in Aachen, Bielefeld, Dortmund, Köln, Münster und Wuppertal auf!