Sebastian Hartmann: Wir brauchen jetzt einen doppelten Neustart.

Zum Ausgang der Landtagswahl in Bayern erklärt Sebastian Hartmann, Vorsitzender der NRWSPD:

Das ist ein bitteres Wahlergebnis für die deutsche Sozialdemokratie, nicht nur in Bayern. Daran gibt es nichts Schönzureden. Unser aufrichtiger Dank gilt Natascha Kohnen, die in den letzten Monaten gekämpft hat, wie eine bayrische Löwin. Das Wahlergebnis zeigt auch: Die CSU ist mit ihrem Rechtsruck und dem plumpen Versuch, die AfD zu kopieren, krachend gescheitert. Die Krise der Unions-Parteien und ihr öffentlich ausgetragener Streit hat sich zu einer Regierungskrise ausgeweitet, für die die SPD in Mithaftung genommen wird. Wir brauchen jetzt einen doppelten Neustart. Erstens, einen Neustart in der Großen Koalition. Wir müssen zurück zur Sacharbeit. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zurecht von der Politik, dass sie die dringenden Probleme unserer Zeit löst. Mieten, Rente, Pflege: Es gibt genug zu tun. Zweitens: Der SPD-Parteivorstand hat mit der Zusage geworben, dass die SPD in der erneuten großen Koalition strategisch besser arbeiten und eine neue, eigenständige Sichtbarkeit erreichen würde. Beides ist bisher erkennbar nicht eingetreten. Auf eine große Nachdenklichkeit dürfen nun aber keine Trauer und Verzagen folgen, sondern der Mut, Dinge zu verändern und besser zu machen. Denn bereits in zwei Wochen entscheiden die Wählerinnen und Wähler in Hessen darüber, ob in ihrem Bundesland endlich wieder bezahlbare Mietwohnungen geschaffen, die Schulen modernisiert und das Leben auf dem Land wieder attraktiver wird. Thorsten Schäfer-Gümbel und sein Team setzen auf die richtigen Themen, haben die besseren Ideen und verdienen jede Unterstützung, um erfolgreich für den politischen Wechsel in Hessen zu werben.