Sebastian Hartmann: Die Zukunft von ThyssenKrupp gehört nicht in die Hände von Spekulanten

Zu den aktuellen Entwicklungen beim Industriekonzern ThyssenKrupp erklärt Sebastian Hartmann, Vorsitzender der NRWSPD:

Porträtfoto von Sebastian Hartmann
Sebastian Hartmann

Die Turbulenzen im ThyssenKrupp-Konzern, angesichts der Rücktritte im Vorstand und Aufsichtsrat, müssen im Interesse der Beschäftigten und des Wirtschaftsstandortes NRW umgehend enden.

Die IG Metall und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Konzern haben ihre Verantwortung wahrgenommen: Sie haben für einen geordneten Weg der Fusion und für eine Übergangsnachfolge an der Konzernspitze gesorgt. Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass die Mitbestimmung in Deutschland funktioniert und die Gewerkschaften gerade in schwierigen Situationen ein Garant für Stabilität und Zusammenhalt sind. Jetzt sind alle Großaktionäre ebenso in der Pflicht, für Ruhe und Orientierung zu sorgen.

Die NRW-Landesregierung und allen voran der Ministerpräsident müssen optimale Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass zügig Ruhe einkehren kann und kluge Personalentscheidungen getroffen werden. Dazu gehört die Verpflichtung, das Erbe von Berthold Beitz und damit die Einheit des Unternehmens zu bewahren. Die Zukunft des Industriestandortes und eines der wichtigsten Unternehmen in NRW gehört nicht in die Hände von Spekulanten.