Landesparteirat in Duisburg: „Erinnerung ist Verantwortung“

25 Jahre ist er her, aber er bleibt eindrücklich: Der rechtsextremistische Brandanschlag in Solingen, bei dem fünf Menschen ums Leben kamen. Beim Landesparteirat am Samstag in Duisburg gedachten die Delegierten der Toten und verabschiedeten einstimmig die Resolution „Erinnerung ist Verantwortung für unsere Demokratie und unser friedliches Zusammenleben“.

„Wir sollten mit großer Hochachtung vor den Opfern und mit großer Entschlossenheit vor potenziellen Tätern sagen: So etwas darf sich nie wieder wiederholen“, betonte der Landesvorsitzende Mike Groschek. „Unsere Haltung als Sozialdemokraten bleibt hier eindeutig: Wo rechte Tendenzen offenbar werden, müssen wir Widerstand leisten. Das gilt im Kleinen bei doofen Witzen und das gilt erst recht im Großen bei rechten Taten.“

Die 100 Delegierten waren zudem zusammengekommen, um zu diskutieren, wie zukünftig der Kontakt mit MigrantInnenselbstorganisationen und Verbänden gestaltet werden kann. Wie gehen wir mit solchen Organisationen um, die unsere Wertordnung ablehnen? Wer soll als Religionsgemeinschaft anerkannt werden? Und was sind unverzichtbare Bausteine guter Integrationspolitik? Diese und weitere Fragen sind Bestandteil des Papiers „Dialog führen – gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern – Demokratische Haltung fordern und fördern“, das – so die Empfehlung des Landesparteirats an den Landesvorstand – als Antrag beim Landesparteitag eingebracht werden soll.

Daneben wählten die Delegierten die Mitglieder für die Antragskommission für den Landesparteitag am 23. Juni 2018 in Bochum und beschäftigten sich mit den Planungen für die Europawahl 2019.

 

Download der Resolution und des Antrags: