Es geht darum, wer dieses Land führt.

Hannelore Kraft hat für die NRWSPD den Schlussspurt des Landtagswahlkampfs eingeläutet. „Ich habe über 100 Termine gemacht die letzten Wochen - und dabei viele Ideen mitgenommen, wie wir dieses Land weiter Stück für Stück gerechter machen“, schilderte unsere Spitzenkandidatin den etwa 1.500 Bürgerinnen und Bürgern, die nach Duisburg auf den Heinrich-König-Platz gekommen waren, in einer kämpferischen Rede.

Unterstützt wurde sie politisch durch engagierte Auftritte des Kanzlerkandidaten Martin Schulz und von Sigmar Gabriel. Musikalisch sorgten Brings nach den Reden dafür, dass kein Bein ruhig blieb. Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sind zuversichtlich.

Stefán Dellwo, 52 Jahre alt aus Duisburg, zeigte sich als einer von ihnen: „Die Veranstaltung ist typisch Duisburg: klar, herzlich und kraftvoll.“. Sein Parteivorsitzender machte da auf der Bühne klar, worum es bei der Wahl am Sonntag geht. „Wir haben die Chance, die AfD aus dem Parlament zu halten. Eine Partei, die das Holocaust-Mahnmal als ‚Denkmal der Schande‘ bezeichnet, hat im Landtag nichts zu suchen“, lautete die Ansage von Martin Schulz, bei dem klar war, bei welcher Kandidatin er selbst das Kreuz machen wird: „Hannelore Kraft wird die nächste Ministerpräsidentin in NRW sein, weil sie schon in den letzten 7 Jahren eine Hervorragende für dieses Land war.“

Das kam an. „Frankreich hat Le Pen verhindert und wir müssen die AfD verhindern“, stimmte zum Beispiel Genosse Walter Nieft zu. Und Katharina Junk legte sich fest: „Martin Schulz hat uns noch mal gezeigt, worum es bei dieser Wahl geht und das geht nur mit Hannelore Kraft an der Spitze.“ Natürlich gäbe es in NRW nach wie vor einiges zu tun. Ein Sigmar Gabriel drückt das so aus: „Sonst bräuchte Hannelore ja nicht nochmal kandidieren.“

„Wir brauchen Hannelore Kraft für gebührenfreie Bildung“, forderte Juso Christoph Stange, bevor dann auf der Bühne die Spitzenkandidatin und Landesvorsitzende selbst das Wort ergriff: „Wir versprechen nur das, was wir halten können.“

Unter lautem Applaus stellte sie ihren Plan für NRW vor. Ein Altschuldenfonds für verschuldete Kommune müsse her, die Studiengebühren blieben abgeschafft, Steuersünder sollen weiter gejagt werden.

Schon ab dem Kita-Jahr 2018/2019 soll die Kita-Gebührenfreiheit für 30 Stunden pro Woche gelten. Die SPD werde zudem für mehr Qualität in den Kitas und flexiblere Öffnungszeiten sorgen. 1.000 neue Lehrerinnen und Lehrer sollen ab 2018 eingestellt werden, um bessere Unterrichtsbedingungen an unseren Schulen und Qualitätsverbesserungen bei der Inklusion zu schaffen.  Im gleichen Jahr sollen die Gebühren für die Meisterausbildung wegfallen und ein landesweites, vergünstigtes Azubi-Ticket für Busse und Bahnen eingeführt werden. NRWs Vorreiterstellung beim sozialen Wohnungsbau soll weiter ausgebaut werden, um das bezahlbare Wohnen zu sichern. „Es geht darum, wer dieses Land führt. Nur mit uns bleibt Nordrhein-Westfalen gerecht und wird Stück für Stück gerechter“, so Krafts Hauptargument für den Wahlsonntag, um dann noch einmal alle Wahlkämpfenden zu motivieren: „Wir müssen mit jedem an der Wursttheke sprechen, wie Johannes Rau schon sagte.“

Es geht also darum, dass NRW zukunftsfit bleibt und zusammenhält: #NRWIR halt. Der Werbe-Hashtag bleibt jetzt aber erstmal Hashtag. Ab jetzt zählt es für die Ehrenamtlichen vor allem, die unentschlossenen Wählerinnen und Wähler im direkten Gespräch von unserem Plan für NRW zu überzeugen. 35% der Nordrhein-Westfalen haben sich noch nicht entschieden.

Die Kreativität und die Entschlossenheit unserer Genossinnen und Genossen, hier die entscheidenden Punkte zu holen, sind groß. So hat man sich unter anderem in Coesfeld, Bielefeld oder Gütersloh diese Woche noch nach Feierabend in den Geschäftsstellen getroffen, um Marmelade zu kochen und diese in Extra-Gläschen abzufüllen. Diese werden am Sonntagmorgen vor den Bäckereien verteilt. Weitere 72-Stunden-Wach-Aktionen finden bereits in ganz NRW statt.

Tür-zu-Tür-Besuche, Infostände, Marktbesuche, Kneipentouren, Plakataktionen, Familienfeste mit Hüpfburg und Kinderschminken, Mobilisierungs-Videos, das Kleben von Haftnotizzetteln, Sprühkreideaktionen, Schokoherzen-Verteilung, Promi-Besuche, Grillfeste, Vermittlung von Wahltaxis – die Mitglieder der NRWSPD geben im Schlussspurt noch einmal alles.