CDU-Kampagne: Flunkert Armin Laschet?

Zum Slogan-Klau der nordrhein-westfälischen CDU bei Gerhard Schröder stellt NRWSPD-Generalsekretär André Stinka fest:

„Passend zum ersten April versuchen CDU NRW und ihr Kandidat authentisch zu wirken. „Zuhören. Entscheiden. Handeln.“ heißt es auf den gestern vorgestellten Plakaten. Das soll Nähe darstellen, ist aber vor allem eins: geklaut. Gerhard Schröder hat diesen Dreiklang bereits 1994 bei der Landtagswahl in Niedersachsen verwendet.
Auf seiner Homepage und in gestrigen Pressestatements verkündete Armin Laschet, bereits 1994 den Werbespruch zeitlich nah zur erfolgreichen Schröder-Kampagne ausgewählt zu haben. Nachdem gestern erste Berichterstattung aufkam und seine bemerkenswerte Anleihe beim Ex-Kanzler aufgeflogen ist, datierte er seine Idee öffentlich einfach auf 1993 zurück.
Die Bundestagswahl, zu der Laschet antrat, fand im Oktober 1994 statt. Gerhard Schröder gewann die Landtagswahl in Niedersachsen aber bereits im Frühjahr zuvor. Dass Armin Laschet bereits ein Jahr zuvor als Neuling ohne Kenntnis der Niedersachsen-Kampagne das Motto „Zuhören, entscheiden, handeln“ benutzt haben will, ist unglaubwürdig.
Vielmehr hat man wie bei seiner Notenaffäre den Eindruck, dass Armin Laschet schnell flunkert, wenn seine Image-Kampagnen kritisch hinterfragt werden. Authentisch ist das alles jedenfalls nicht.
Dazu kommt das inhaltliche Hin und Her der CDU in den vergangenen Tagen bei Nichtraucherschutz, Polizeistellen, Internetministerium oder Studiengebühren. Da wird es auch nach dem ersten April keine Klarheit geben.“