Erfolgreiche Tagung der Bundes-AG Migration und Vielfalt in Düsseldorf

„So viele Migrantenvertreterinnen und -vertreter im Gespräch mit der Politik; das gibt es ansonsten nur beim Integrationsgipfel“, brachte es Ali Dogan, stellvertretender Bundesvorsitzender und NRW-Landesvorsitzender der AG Migration und Vielfalt, auf den Punkt. Über 100 Vertreterinnen und Vertreter der unterschiedlichen Migrantenselbstorganisationen waren der Einladung der Bundes-AG Migration und Vielfalt nach Düsseldorf gefolgt, um sich mit den Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auszutauschen. Neben Andreas Rimkus MdB, Walburga Benninghaus MdL, und dem Düsseldorfer Oberbürgermeister-Kandidaten, Thomas Geisel, konnte insbesondere der Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, Thorsten Klute, mit seinem Input-Referat, aber auch bei der anschließenden Diskussionsrunde überzeugen. Dabei waren die Themen der Migrantenvertreterinnen und –vertreter breit gefächert. Über den Alltagsrassismus, die Bildungschancen, die finanziellen Fördermöglichkeiten, das Teilhabe- und Integrationsgesetz NRW bis hin zur Zuwanderung von Flüchtlingen wurde auf hohem Niveau diskutiert. Am Ende waren sich alle einig: das war eine äußerst gelungene Veranstaltung und sollte alsbald wiederholt werden.

Bereits am Vormittag befassten sich die Mitglieder der AG Migration und Vielfalt mit inhaltlichen Themen, insbesondere mit der EU-Freizügigkeit. NRW-Integrationsminister Guntram Schneider MdL war dabei der Gesprächspartner. Einig war man sich darin, dass trotz einzelner Probleme in einigen Kommunen, die Errungenschaft der EU-Freizügigkeit verteidigt werden muss. Darüber hinaus gelte es, betroffenen Kommunen bei den Integrations-Herausforderungen zu helfen, etwa durch das Programm „Soziale Stadt“, das wiederbelebt werden müsse. Aber insbesondere müsse auch die Ausbeutung auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt bekämpft werden, mit der sich etliche Zuwanderer konfrontiert sehen. Letztendlich verabschiedete die AG Migration und Vielfalt hierzu eine Resolution.

„Die zweitägige Tagung der Bundes-AG Migration und Vielfalt in NRW gibt uns noch einmal einen positiven Schub für die anstehenden Wahlen“, urteilten die Bundesvorstandsmitglieder, Ali Dogan (Königswinter), Dimitrios Axourgos (Iserlohn) und Carolina Tobo (Bonn), aber auch die anwesenden Mitglieder des Bundesausschusses, Sebastian Hammer (Bochum), Nadia Khalaf (Mülheim a.d.R.), Gonca Mucuk (Köln) und Ugur Ünal (Iserlohn), unisono.