AsF NRW: „NEIN zu Gewalt an Frauen“

Ulla Meurer, Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in NRW

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25.11., erklärt Ulla Meurer, Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen in Nordrhein-Westfalen:

"Die AsF NRW unterstützt die Kampagne zum heutigen Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. In diesem Jahr steht der 25. November unter dem Motto „Sexualisierte Gewalt – Vergewaltigung, das ungesühnte Verbrechen“.

Die AsF in Nordrhein-Westfalen nimmt an vielen Orten an der Fahnenaktion von TERRE DES FEMMES teil. Wir schließen uns dabei der Forderung der gemeinnützige Frauenrechtsorganisation an, das Gesetz zur Vergewaltigung (§177 StGB) zu reformieren. Im derzeitigen Rechtssinne liegt nämlich nur dann eine Vergewaltigung vor, wenn der Täter Gewalt anwendet und eine „gegenwärtige Gefahr für Leib oder Leben vorliegt“. Das "Nein-Sagen", das Versteifen oder das Weinen des betroffenenen Opfers reicht für den Tatbestand bisher nicht aus. Wir fordern die Schließung dieser Gesetzeslücke.

Spuren einer Vergewaltigung müssen auch dann, wenn die Betroffene unmittelbar nach der Vergewaltigung keine Anzeige erstatten will, sicher gestellt werden, um eine bessere Strafverfolgung zu gewährleisten. Die Anonyme Spurensicherung (ASS) muss endlich flächendeckend möglich sein.

Von rund 160.000 Vergewaltigungen jährlich, werden nur 8.000 werden zur Anzeige gebracht. Nur 1000 Täter werden dabei verurteilt. Wir fordern: Vergewaltigung – Schluss mit der Straflosigkeit!"