SPD-Bundesparteitag in Leipzig – der Jüngste kommt aus NRW

Julian Hördemann aus Lippe traf zum Auftakt des SPD- Bundesparteitags auch auf Norbert Walter-Borjans und NRWSPD-Generalsekretär André Stinka.

Überrascht war er. Julian Hördemann, im vergangenen Monat 19 Jahre alt geworden, ist bei diesem Bundesparteitag in Leipzig der Jüngste der rund 600 Delegierten. „Ich bin hier nur als Ersatzdelegierter angereist. Und normalerweise gibt es ja immer noch einige, die noch 18 sind“, so der Wirtschaftsgymnasiast aus dem Kreis Lippe, nachdem er am Donnerstag in der Messehalle gesondert als Jüngster ausgerufen war und damit im Plenum sitzend nicht gerechnet hatte.

Der Leipziger Bundesparteitag ist nach dem
enttäuschenden Ergebnis bei der Bundestagwahl sicherlich kein einfacher. Es ist Julians erster. Seine Eindrücke sind somit naturgemäß vielschichtig. „Das ist auf jeden Fall gigantisch hier. Wenn man die vielen bekannten Gesichter und die ganzen Medienvertreter einmal so live sieht, ist das schon überwältigend“, schildert er beeindruckt, weiß aber auch, dass es hier um mehr geht: „Ich merke: Hier wird Politik gemacht. Gleichzeitig ist die Situation gerade so, dass es gut ist, wenn wir eine ehrliche Debatte führen“.

Höhepunkte des ersten Tages waren unter anderem die Reden des wiedergewählten Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel und der NRWSPD-Landesvorsitzenden Hannelore Kraft: „Das war kein Schönreden. Das hat mir gut gefallen“. Gleichzeitig müsse die begonnene Debatte weiter geführt werden. Julian, seit 5 Jahren dabei, nachdem er über die Jusos zur SPD fand, interessiert, warum die gesetzten Wahlziele letztendlich nicht erreicht werden konnten. Die Fehleranalyse müsse allerdings konstruktiv sein. Sein erstes Rezept hierfür: „Wir sollten uns wieder mehr Mut machen“.