Gedenkaufruf zum Jahrestag des Brandanschlags von Solingen

Aufruf zum Gedenken an den Brandanschlag von Solingen in türkischer Sprache, erschienen in der Hürriyet
Aufruf zum Gedenken an den Brandanschlag von Solingen in deutscher Sprache, erschienen in der tageszeitung (taz)

Vor genau 20 Jahren schockierte der rechtsextremistische Brandanschlag von Solingen unser Land. Fünf junge Menschen, Hülya Genç, Gülüstan Öztürk, Hatice Genç, Gürsün Ince und Saime Genç, kamen durch die hinterhältige Tat von Neonazis ums Leben. Noch heute, 20 Jahre danach, beschämt uns ihr Tod.

Die Aufdeckung der Morde der rechtsextremen Terrorgruppe NSU haben zuletzt in besonders drastischer Weise verdeutlicht, wie wichtig es ist, wachsamer und umfassender gegen Rechtsextremismus und Rassismus vorzugehen.

Anlässlich des Jahrestags des menschenfeindlichen Attentats auf das von der Familie Genç bewohnte Haus hat die SPD deshalb einen breiten gesellschaftlichen Aufruf gegen Rassismus und rechte Gewalt mitinitiiert. Die NRWSPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft ist dabei eine der ErstunterzeichnerInnen.

Der Aufruf erschien in deutscher Sprache in der heutigen Ausgabe der tageszeitung (taz) und in türkischer Sprache in der heutigen Ausgabe der Hürriyet.

ErstunterzeichnerInnen
Feo Aladag, Regisseurin,
Verena Bentele, Paralympics-Siegerin im Biathlon,
Hans-Werner Bertl, Solinger Bündnis „Bunt statt braun“,
Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft,
Martin Dulig, Vorsitzender des Netzwerks für Demokratie und Courage,
Jan Fitschen, Europameister, Langstreckenläufer,
Sigmar Gabriel, Vorsitzender der SPD,
Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland,
Barbara Hendricks, Schatzmeisterin der SPD,
Berthold Huber, 1. Vorsitzender der IG Metall,
Georg Hupfauer, Bundesvorsitzender der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands,
Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung,
Roland Kaiser, Musiker,
Alexander Kirchner, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft,
Kenan Kolat, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Deutschlands,
Hannelore Kraft, stellv. Vorsitzende der SPD,
Sebastian Krumbiegel, Musiker,
Oliver Malchow, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei,
Hüseyin Mat, Vorsitzender der Alevitischen Gemeinde Deutschlands,
Aiman Mazyek, Sprecher des Koordinationsrats der Muslime in Deutschland,
Kristin Meyer, Schauspielerin,
Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der NGG,
Eckhard Nagel, Mitglied im Präsidiumsvorstand des Deutschen
Evangelischen Kirchentages,
Andrea Nahles, Generalsekretärin der SPD,
Josef Neumann, Vorsitzender der SPD Solingen,
Alexander Opitz, Vorsitzender des Bundesverbandes Freier Theater,
Sophia Oppermann, Geschäftsführerin von Gesicht zeigen!,
Thomas Oppermann, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD,
Aydan Özoguz, stellv. Vorsitzende der SPD,
Yüksel Pazarkaya, Schriftsteller,
Edzard Reuter, ehem. Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG,
Moritz Rinke, Schriftsteller,
Mario Rispo, Musiker,
Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg,
Martin Schulz, Mitglied im Präsidium der SPD,
Gesine Schwan, Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance,
Manuela Schwesig, stellv. Vorsitzende der SPD,
Zafer Senocak, Schriftsteller,
Michael Sommer, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes,
Tilman Spengler, Schriftsteller,
Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der SPD,
Frank-Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion,
Wolfgang Thierse, Schirmherr der Amadeu Antonio Stiftung,
Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft,
Sinem Turac, Fußballschiedsrichterin, DFB-Integrationsbotschafterin,
Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE,
Rebecca Weis, Geschäftsführerin von Gesicht zeigen!
Klaus Wiesehügel, Vorsitzender der IG BAU,
Patrick Winczewski, Schauspieler,
Klaus Wowereit, stellv. Vorsitzender der SPD