André Stinka: Die CDU kneift bei der Gleichstellung von Frauen und Männern

André Stinka, Generalsekretär der NRWSPD
André Stinka, Generalsekretär der NRWSPD

Zu dem Kompromiss der CDU zur Frauenquote erklärt André Stinka, Generalsekretär der NRWSPD:

Eine gesetzliche Quote für Frauen in Führungspositionen ist überfällig. Sie ist ein wichtiger Schritt zu einer modernen und gleichberechtigten Gesellschaft. Freiwillige Selbstverpflichtungen sind gescheitert. Mit dem faulen Kompromiss zur Frauenquote zeigt die Union, dass sie beim Thema der Gleichstellung von Frauen und Männern noch immer in den 1950er Jahren verharrt. Am Wochenende haben Armin Laschet und seine Parteifreunde beim sogenannten Reformkongress in Köln noch versucht, der CDU in NRW einen modernen Anstrich zu verpassen. Aber wenn es ernst wird und ein konkreter und tragfähiger Gesetzentwurf zur Abstimmung vorliegt, kneifen die Konservativen und verschieben die Frauenquote auf den Sankt-Nimmerleinstag. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Laschet, der sonst zu allem eine Meinung hat, hüllt sich in Schweigen. Und dass, obwohl Frauen immer noch systematisch benachteiligt werden, wenn es um die Besetzung von Spitzenpositionen geht. Eine verbindliche Quote ist greifbar nah. Die SPD hat eine gesetzliche Quotenregelung in den Bundestag eingebracht. Am kommenden Donnerstag wird sich zeigen, ob die Abgeordneten der CDU im Bundestag den Mut haben, den gesellschaftlichen Fortschritt in Deutschland bei diesem wichtigen Thema voranzubringen – oder nicht.