Michael Groschek und Dirk Jehle: Wir stehen für ein tolerantes NRW

Dirk Jehle, Vorsitzender der NRW Schwusos
Michael Groschek, Generalsekretär der NRWSPD

Im Rahmen des diesjährigen CSD in Köln wird Hannelore Kraft für die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz der lesbischen und schwulen Minderheit mit der Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW ausgezeichnet. Hierzu erklären Michael Groschek, Generalsekretär der NRWSPD und Dirk Jehle, Vorsitzender der NRW Schwusos:

Die NRWSPD und die Schwusos in NRW gratulieren Hannelore Kraft sehr herzlich zum Empfang der diesjährigen Kompassnadel. Dieser Preis ist eine Bestärkung unserer Politik und eine besondere Auszeichnung für Hannelore Kraft ganz persönlich.

Wir haben den Abbau von Diskriminierung und Homophobie in der neuen Landesregierung zu einer Querschnittsaufgabe des politischen Handelns gemacht. Wir stärken die Präventionsarbeit, die sich gegen Gewalt und Intoleranz richtet. Der gerade gestartete Aktionsplan gegen Homophobie bringt die Politik und Landesverwaltung mit
Vertreterinnen und Vertreter aus Lesben-, Schwulen-, Transsexuellen und Transidentengruppen und -verbänden an einen Tisch, um die notwendigen Maßnahmen auf den Weg zu bringen. So muss zum Beispiel die steuerliche Benachteiligung eingetragener gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften so schnell wie möglich
beendet werden. Bisher wird dieses durch die CDU auf Bundesebene blockiert.

Durch die Auszeichnung führt Hannelore Kraft eine sozialdemokratische Tradition in NRW fort. Johannes Rau und Franz Müntefering haben wichtige Grundlagen zur heutigen Lesben- und Schwulen-Politik in Nordrhein Westfalen gelegt.

Die Verleihung der Kompassnadel an Hannelore Kraft ist eine Bestätigung für die geleistete Arbeit, aber gleichermaßen auch ein Ansporn für die Zukunft. Wir dürfen nicht nachlassen in unseren Anstrengungen gegen Homophobie und Diskriminierung, um NRW als Land mit einer weltoffenen Kultur der Vielfalt und die schwul-lesbische Emanzipation in der Gesellschaft insgesamt voranzubringen.