Michael Groschek: Schulkonzept offenbart Scheinheiligkeit der Opposition

Michael Groschek
Michael Groschek, Generalsekretär der NRWSPD

Zur Verabschiedung des schulpolitischen Konzepts der CDU auf dem Landesparteitag in Siegen erklärt der Generalsekretär der NRWSPD, Michael Groschek:

Das von der CDU auf ihrem Landesparteitag verabschiedete schulpolitische Konzept ist ein Dokument der Ratlosigkeit und der Widersprüchlichkeit. Die Forderung nach kleineren Klassen und die Einführung einer zweizügigen Verbundschule würde die Einstellung von etwa 14.500 Lehrerinnen und Lehrern bedeuten. Damit entstünden dem Land Mehrkosten von rund 750 Millionen Euro. Einen Finanzierungsvorschlag hat die CDU leider nicht zu bieten. Das Konzept ist somit ein reiner Papiertiger.

Mehr noch: Es offenbart die ganze Scheinheiligkeit und Unglaubwürdigkeit der CDU. Denn es ist aberwitzig, kostspielige Vorschläge ohne Gegenfinanzierung auf den Tisch zu legen und gleichzeitig von der Landesregierung immer neue Sparanstrengungen zu verlangen. Um ernst genommen zu werden, muss die CDU endlich eine konkrete Antwort darauf geben, wo sie im Landeshaushalt Einsparpotenziale sieht.