Michael Groschek und Gerd Kompe: Röttgen muss Senioren-Union stoppen

Zu den jüngsten Äußerungen des Vorsitzenden der Senioren-Union NRW erklären der Generalsekretär der NRWSPD, Michael Groschek, und der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft 60 Plus der NRWSPD, Gerd Kompe:

Mit ihren abwegigen Äußerungen zur geplanten Zulassung von Kindertages-einrichtungen in Wohngebieten hat sich die Senioren-Union in Nordrhein-Westfalen komplett in Abseits manövriert. Es ist völlig inakzeptabel, wenn der Vorsitzende der Seniorenverbandes, Leonhard Kuckart, Kinderlärm mit dem Hämmern eines Pressluftbohrers vergleicht. Darüber hinaus hält er die Pläne für „verfassungswidrig“. Wer aber den Lärm von spielenden Kindern zum Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen machen möchte, der hat nicht verstanden, dass Kinder unsere Zukunft sind.

Für die SPD ist klar: Kinder brauchen die besten Entwicklungsmöglichkeiten und die besten Chancen. Sie müssen toben, lachen und laut sein dürfen. Denn Kinderlärm ist Zukunftsmusik. Diese Einsicht vermag Herr Röttgen, der im Berliner Kabinett für die notwendige Änderung der Bauordnung zuständig ist, offenbar in der eigenen Partei nicht zu vermitteln. Es kann nicht sein, dass die Bewilligung einer Kindertages-einrichtung heute immer noch mit dem Hinweis auf Kinderlärm abgelehnt wird. Wer Kinder als Belästigung empfindet, der gefährdet unsere Zukunft.
Herr Röttgen muss die Senioren-Union stoppen.