Michael Groschek: Wahl Röttgens ist Misstrauensvotum gegen Rüttgers-Clan

Michael Groschek

Zum Ergebnis der Mitgliederbefragung der CDU-NRW erklärt Michael Groschek, Generalsekretär der NRWSPD:

„Das Ergebnis der heutigen Abstimmung zeigt: Selbst ein durch den faulen Atomkompromiss angeschlagener Bundesumweltminister ist den CDU-Mitgliedern lieber, als ein Zögling von Jürgen Rüttgers. Mit ihrem Votum für Norbert Röttgen hat sich die CDU-Basis vor allem gegen das System Rüttgers entschieden – nicht nur gegen Armin Laschet, sondern auch gegen Andreas Krautscheid und gegen Karl-Josef Laumann.

Es ist nun an Norbert Röttgen, seinen Worten Taten folgen zu lassen und einen Neuanfang einzuleiten – einen personellen und einen politischen. Denn schließlich hat die Rüttgers-CDU vor allem durch dreierlei geglänzt: durch tarnen, täuschen und tricksen. Angefangen mit der systematischen Video-Überwachung von Hannelore Kraft und persönlich diffamierenden Kampagnen, über die ‚Vermietung’ von Jürgen Rüttgers an zahlungskräftige Sponsoren und Skandale aufgrund illegaler Parteienfinanzierung, bis hin zur direkten Einflussnahme auf Medien – Der Sumpf in der NRW-CDU war tief unter Jürgen Rüttgers und seinen Mitstreitern.

Diesen Sumpf gilt es nun trocken zu legen. Norbert Röttgen muss dafür sorgen, dass wieder eine anständige politische Kultur in der CDU-NRW einzieht und dass endlich auf politische Inhalte gesetzt wird. Die Chance eines personellen Neuanfangs hat er bei der Wahl des neuen Generalsekretärs: Röttgen muss deutlich machen, dass die Zeit der Wüsts, Wittkes und Krautscheids endgültig vorbei ist.“