Beratungen mit Mitgliedern des Bundeswehrverbands

Für das aktuelle Thema „Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)“ in der Bun-deswehr und in Einsätzen konnte Flottenarzt Dr. Braas gewonnen werden, der vor wenigen Tagen aus einem Einsatz in Afghanistan zurückgekehrt war. Seine überaus differenzierte Darstellung des Problems und dessen spezifischer Ausprägung in und nach Einsätzen wurde von den Teilnehmern mit großem Beifall aufgenommen. Seine Darlegungen zu den in diesem Zusammenhang bereits getroffenen Maßnahmen in Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Einsätzen ebenso wie die aufgezeigte Entwicklungsrichtung für ergänzende und neue Maßnahmen und deren wissenschaftliche Fundierung im interdisziplinären Bereich fanden großes Interesse, das sich auch in einer längeren Diskussion widerspiegelte. Es wurden weitere Diskussi-onen zu diesem Thema abgesprochen.

Das uns schon seit langem beschäftigende Thema der Zukunft der Wehrpflicht wurde lebhaft diskutiert, wobei der Vorstand erneut das SPD –Modell einer Freiwilligen Wehrdienstes bei Beibehaltung der Wehrdienstdauer von 9 Monaten vorstellte. Als problematisch wurde die Planung der Bundesregierung bewertet, kurzfristig den Wehrdienst auf 6 Monate zu reduzieren und ggf. die Wehrpflicht schon im nächsten auszusetzen. Die Vertreter des Bundeswehrverband wie des Arbeitskreis vertraten nach gründlicher Diskussion einhellig die Auffassung, dass an der bisherigen Dauer des Grundwehrdienstes so lange festgehalten werden solle, bis die Bundesregierung eine Entscheidung über den Erhalt bzw.das Aussetzen der Wehrpflicht getroffen hat. Bei einem gesellschaftlich so heiklen Thema sollte eine sorgfältige Untersuchungen abgeschlossen sein sollten bevor Entscheidungen getroffen werden. Die hieraus ansonsten entstehende Belastung der betroffenen Bereiche der Gesellschaft ist nicht hinzunehmen.