Gerda Kieninger: Entbindung in Fesseln verletzt die Menschenwürde

Entsetzt reagierte Gerda Kieninger heute auf Presseberichte über die Zustände in Frauengefängnissen in NRW. Die Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen betonte: „Wenn Schwangere im gefesselten Zustand entbinden mussten, ist dies ein Riesenskandal. Kaum weniger schlimm ist es, dass Kinder unmittelbar nach der Geburt von Ihren inhaftierten Müttern getrennt werden. Hier werden die unschuldigen Kinder bestraft, indem Ihnen ein irreparabler Schaden zugefügt wird.“

Berichtet wird zudem, wie Frauen gedemütigt werden, wenn sie in gefesseltem Zustand zur gynäkologischen Behandlung gebracht werden und männliche Beamte während Unterleibsbehandlungen zuschauen. In den Gefängnissen in NRW werden die Rechte von Frauen offenbar systematisch missachtet. Und das im Verantwortungsbereich einer weiblichen Justizministerin.

„Frau Müller-Piepenkötter muss sofort mit der Aufklärung beginnen. Diese Verhältnisse in den Frauengefängnissen dürfen keinen Tag länger anhalten. Am 9. Mai haben die Frauen in NRW zum Glück schon die Gelegenheit, mit dem Stimmzettel darüber abzustimmen, was sie von der Politik dieser überforderten Ministerin halten“, so Kieninger.