Lehrgang des Zentrums für Innere Führung der Bundeswehr

Das Zentrum für Innere Führung der Bundeswehr veranstaltete vom 1 – 5. Februar 2010 im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit einen „Lehrgang“ für Mitglieder dieses sicherheitspolitischen Arbeitskreises der NRWSPD.
Solche Lehrgänge finden am Zentrum fünf Mal im Jahr für unterschiedlichste Adressa-ten statt. Dieser Lehrgang wurde auf unsere Anregung veranstaltet, lag aber offen-sichtlich auch im Interesse des Zentrums.
Wir hatten, wie stets bei unseren Veranstaltungen, auch interessierte Vertreter ande-rer Organisationen dazu gebeten, so diesmal einige vom Reservistenverband der Bundeswehr und aus der FDP. Die Mehrzahl der zwanzig Teilnehmer hatte in der Bun-deswehr gedient und befand sich im Ruhestand, nur einer hatte keine persönlichen Erfahrungen mit der Bundeswehr, zwei waren noch im aktiven Dienst.
Achim Schaprian, unser Vorsitzender, hatte mit der Zentrumsleitung ein Programm verabredet, in dem sowohl das Zentrum selbst als auch seine wichtigsten Arbeitsgebiete vorgestellt werden sollten. Zwei Lehrstabsoffiziere aus dem Ar-beitsbereich „Grundlagenarbeit“ leiteten den Lehrgang, Lehroffiziere aus den Bereichen „Politische Bildung“, „Menschenführung“ sowie „Rechtswesen“ trugen zu ihren Aufgaben vor.
Im Verlauf der Woche wurde ein anspruchsvoller Themenzyklus aus dem breiten Aufgabenspektrum des Zentrums abgehandelt, wobei in die Vorträge immer auch die Teilnehmer aktiv einbezogen wurden und stets ausreichend Zeit für Diskussionen blieb.
Behandelt wurden u.a. „Innere Führung – die Führungsphilosophie der Bundeswehr“. „Grundlinien deutscher Sicherheitspolitik“, „Legitimation von Auslandseinsätzen“, „Die Bundeswehr im Transformationsprozess“,“ Ethik und Moral – entscheiden und verantworten bei Zielkonflikten“, „Völker- und verfassungsrechtliche Grundlagen für Auslandseinsätze“,
„Traditionslinien der Bundeswehr“ sowie „Menschenführung unter Belastung“. Der gerade vom Einsatz in Afghanistan zurückgekehrte Führer der „Schnellen Einsatztrup-pe“ konnte leider nicht vortragen. Dafür erhielten die Teilnehmer einen fulminanten Vortrag des evangelischen Militärgeistlichen des Zentrums über seine Erfahrungen im Auslandseinsatz bei ISAF.
Aktuelle Ereignisse flossen sowohl in die Vorträge als vor allem die Diskussionen ein. Einen Beitrag hierzu leistete der Evangelischen Militärbischoff, der in einem Vortrag über „Ethische und seelsorgerische Aspekte des Dienste in der Bundeswehr vor dem Hintergrund gefährlich werdender Einsätze“ sprach.“
Für die Differenziertheit und Vielschichtigkeit des ganzen Lehrgangs sorgten sowohl die überzeugende Kompetenz der Vortragenden als auch die von vielfältigen per-sönlichen Erfahrungen getragenen lebhaften Beiträge der Teilnehmer an den Diskussionen.
Für die Mitglieder der SPD unter den Teilnehmern bot der Lehrgang eine Fülle von Anregungen für die anstehende Debatte innerhalb unserer Partei.