Initiative „TatKraft“: Am 4. Februar arbeitete Hannelore Kraft in Aachen

Die 7. Station der Initiative TatKraft führte Hannelore Kraft an den Mittelrhein nach Aachen. Um 7.00 Uhr war Arbeitsbeginn in der Medizinisch-Geriatrischen Rehabilitationsklinik des Luisenhospitals Aachen. Das hieß zunächst für Hannelore Kraft früh aufstehen. Um 4.15 Uhr klingelte bereits der Wecker. Anziehen, Frühstücken, die erste Post erledigen, Akten durchlesen standen am frühen Morgen auf der Liste, bevor es auf die Autobahn nach Aachen ging.

Dort angekommen, wurde Hannelore Kraft -wie im Krankenhaus üblich- zunächst mit weißer Hose und weißem Oberteil eingekleidet. Danach ging es sofort zur Schichtübergabe von der Nacht- in die Frühschicht. An der Seite eines Stationspflegers standen als erstes Patienten wecken, waschen und ankleiden an und dann zum Frühstück. Danach die klassischen Untersuchungen: Blutdruck messen und EKG (Elektrokardiogramm).

„Viele der Patienten haben einen Terminkalender fast wie ich“, berichtet Hannelore Kraft schmunzelnd. „Physiotherapie, Massage, Lymphdrainage, Fango- und Heupackungen, Ergotherapie oder Logopädie – einzelne Patienten haben fünf bis sechs verschiedene Anwendungen und Therapien am Tag. Bei den Gesprächen mit den Patienten hat mich immer wieder der Genesungswille beeindruckt. Einer hatte über seinem Bett ein Foto einer mallorcinischen Finca mit dem aufmunternden Satz „Du schaffst das“ hängen. Wenn er die Reha gut überstanden hat, geht es für ihn genau auf diese Finca, das hat ihm Mut und Energie gegeben“. Zur Mittagszeit half Hannelore Kraft den Patienten dann beim Essen. „Ich habe dabei gelernt: Es heisst nicht „füttern“, sonder „essen reichen“.

Nach dem Mittag folgte dann der Arbeitsbereich „Dokumentation“. „Mir war nicht klar, wie viel Zeit die Pflegerinnen und Pfleger darauf verwenden müssen, jeden ihrer Therapieschritte zu dokumentieren“, berichtet Hannelore Kraft. „Auch die dramatische Verkürzung der Verweildauer hat mich überrascht. Die haben drei Wochen Zeit die Patienten wieder fit zu machen, alles darüber hinaus geht auf Kosten der Einrichtung“.

„Von allem haben mich heute wieder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Pfleger und Schwestern beeindruckt“, bilanziert Hannelore Kraft. „Trotz zum Teil schlechter Bezahlung und hoher Arbeitsbelastung merkt man ihnen an, dass immer der Mensch im Mittelpunkt steht, dass sie die Menschen mögen. Hier ein freundliches Wort, dort eine nette Geste oder ein kleiner Scherz – all das ist wichtig für ein gutes Klima der Genesung“.