Initiative „TatKraft“: Am 19. Januar arbeitete Hannelore Kraft in Detmold

Hannelore Kraft packt mit an
Blick durch ein gefertigtes Metallteil
Mit den Mitarbeitern ergaben sich Gespräche

„Ich habe gedacht, ich muss verstopfte Klos reinigen.“ So beschreibt Hannelore Kraft, die Vorsitzende der NRWSPD, mit einigem Augenzwinkern ihre Erwartungen, bevor sie ihren Dienst bei der Detmolder Firma Engstfeld antrat. Einen ganzen Tag lang arbeitete die SPD-Spitzenkandidatin im Zuge der Initiative „TatKraft“ in dem mittelständischen Unternehmen für Sanitäreinrichtungen, Heizungen und Metallverarbeitung mit. Mit Blaumann und derbem Schuhwerk ausgestattet, bediente sie Maschinen und brachte sich auch in die manuelle Fertigung patentierter Metallteile für die Heizungsindustrie ein. „Engstfeld hat etwa 50 Mitarbeiter, die an verschiedenen Arbeitsplätzen in der Produktion und im Vertrieb eingesetzt werden“, erzählt Hannelore Kraft und schwärmt von der familiären Atmosphäre in dem Betrieb.

Mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und die Arbeitsbedingungen kennenzulernen sind erklärte Ziele der Initiative „TatKraft“. „Ich will eine Politik machen, die sich am echten Leben misst“, erklärt die SPD-Landesvorsitzende. Auch bei Engstfeld ergaben sich ungezwungene Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: „In Lippe sind die Leute erst mal zurückhaltend, aber irgendwann tauen sie auf. Manch einer hat mir Privates erzählt, von der Familie und wie knapp das Geld ist.“

Die körperlich anstrengende Arbeit macht noch einmal deutlich, dass für die Rente mit 67 flexible Übergänge geschaffen werden müssen. „Nicht jeder kann bis 67 arbeiten. An dem Thema kommt man nicht vorbei“, sagt Hannelore Kraft. Außerdem will sie sich für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen: „Diese kleinen Hocker, auf denen manche den ganzen Tag sitzend zubringen müssen, sind nicht gerade gesundheitsförderlich.“ Und sie resümiert: „Wir müssen das Thema ‚Gesundheit am Arbeitsplatz‘ nach vorne bringen“.