Initiative „Tatkraft“: Am 13. Januar arbeitete Hannelore Kraft in Mönchengladbach

Foto: Copyright Uta Wagner
Hannelore Kraft beim Projekt IngO
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An diesem Tag stand Renovierung auf dem Arbeitsplan

„Das Schicksal der jungen Menschen hat mich tief berührt“, erzählt Hannelore Kraft, Vorsitzende der NRWSPD. „Viele haben familiäre Gewalt erlebt, einige haben mit Drogen zu tun gehabt oder saßen sogar schon einmal im Gefängnis.“

Im Rahmen der Initiative „Tatkraft“ war die Spitzenkandidatin für die Landtagswahl am 13. Januar im Projekt IngO in Mönchengladbach zu Gast, in dem schwer vermittelbare Frauen und Männer zwischen 18 und 25 Jahre auf das Berufsleben vorbereitet werden. Einen Tag lang schlüpfte Hannelore Kraft in die Rolle einer Betreuerin und half den Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen bei ihrer täglichen Arbeit.„Ich will eine Politik machen, die sich am echten Leben misst“, erklärt die Landesvorsitzende das Ziel der TatKraft-Tour. Durch die Arbeit in unterschiedlichen Betrieben und Einrichtungen erhalte ich einen Eindruck von den Arbeitsbedingungen in NRW und ich komme mit den Menschen ins Gespräch.“

Um 8.15 Uhr ging es in Mönchengladbach mit einer Teambesprechung los, in die Hannelore Kraft direkt eingebunden wurde. „Wir haben über die aktuellen Fortschritte und Probleme der Progektteilnehmerinnen und –teilnehmer gesprochen und darüber, wie wir den heutigen Tag gestalten“, erzählt Kraft später. „Die jungen Menschen machen bei dem Projekt mit, um die Vorraussetzungen zu erlernen, die für den üblichen Arbeitsalltag unerlässlich sind. Daher ist es wichtig, dass sie hier einen strukturierten Tagesablauf erleben.“ Dazu gehören sowohl erlebnispädagogische Maßnahmen wie Klettern oder Kanufahren als auch rein sportliche Angebote. Außerdem übernehmen die Frauen und Männer in- oder externe Arbeiten wie Umzüge, Gartenarbeit oder Entrümpelungen.

Beim gesamten Tagesprogramm war Hannelore Kraft dabei und machte aktiv mit. „Nachdem wir einige Spiele gespielt hatten, mit dem das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe gestärkt werden soll, habe ich mit einigen Jugenlichen Renovierungsarbeiten im Haus vorgenommen“, erzählt Kraft. Beim gemeinsamen Anstreichen, sei sie mit den jungen Menschen ins Gespräch gekommen. „Besonders mit drei jungen Männern habe ich mich intensiv unterhalten. Sie haben mir sehr offen von ihrer Vergangenheit und ihren aktuellen Problemen und Wünschen erzählt. Auch wenn sich die Lebensgeschichten deutlich von einander unterscheiden: Alle haben in ihrem kurzen Leben schon sehr viel durchmachen müssen. Das hat mich sehr bewegt.“

Die Gespräche mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, aber auch mit den Betreuerinnen und Betreuern hätten ihre Erfahrung bestätigt, so Kraft. „Die jungen Menschen haben diese zweite und, wenn es sein muss, auch eine dritte Chance verdient, das ist klar. Eigentlich müssen wir aber viel früher ansetzen. Viele Weichen werden im Leben schon sehr früh gestellt. Deshalb müssen wir als Politiker dafür sorgen, dass keine Familie alleine gelassen wird. Wir müssen uns von Anfang an um die Eltern und jedes Kind kümmern.“

Insgesamt war der Arbeitstag bei IngO eine tolle Erfahrung für stellvertretende Vorsitzende der Bundes-SPD. „Ich habe heute viel mitnehmen können“, so Kraft. „Und ich ziehe meinen Hut vor den Betreuerinnen und Betreuern der Einrichtung. Es ist beeindruckend, wie sie auf die jungen Menschen eingehen und unermüdlich für eine bessere Zukunft der Frauen und Männer kämpfen.“