Rathäuser wieder rot: SPD erobert Großstädte in NRW – Auch im Ruhrgebiet stark

Grund zum Jubeln für die SPD! In Köln und Dortmund haben wir über 50 Prozent der Stimmen erzielt. Damit sind die beiden größten Städte in NRW wieder fest in SPD-Hand. Auch bei den OB-Wahlen in Bielefeld, Bochum, Bonn, Essen und Gelsenkirchen liegen wir deutlich vor der CDU.

Köln/Essen: Rathäuser zurückerobert
Ein „rotes Wunder“: Nach zehn Jahren haben Köln und Essen wieder einen SPD-Oberbürgermeister. In Köln setzte sich Jürgen Roters mit 54,7 Prozent klar gegen CDU-Bewerber Peter Kurth (33,3 Prozent) durch. Mit Essen konnte eine ehemalige Hochburg zurückerobert werden: „Heute ist ein Tag der Freude nach einer langen Talsohle“, sagte Wahlsieger Reinhard Paß über das Ergebnis. Er liegt mit 46,1 Prozent deutlich vor seinem Kontrahenten Franz-Josef Britz mit lediglich 35,5 Prozent.

Dortmund verteidigt!
In Dortmund war Ullrich Sierau (45,5 Prozent) ebenfalls erfolgreich. Er gewann gegen den parteilosen Joachim Pohlmann (36, 2 Prozent). Sierau wird Nachfolger von Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer (SPD), der zuvor auf seine Kandidatur verzichtet hatte. Mit diesem Ergebnis bleibt Dortmund auch weiterhin die „Herzkammer der Sozialdemokratie“(Herbert Wehner).

Erdrutschsieg in Gelsenkirchen
Auch im Ruhrgebiet geht die SPD gestärkt aus der Wahl. In Gelsenkirchen hat SPD-Amtsinhaber Frank Baranowski einen Kantersieg eingefahren. Er kam auf 63,9 Prozent der Stimmen und erzielte damit das landesweit beste Ergebnis bei den Oberbürgermeisterwahlen.

SPD-Oberbürgermeister in 13 Städten
Nach der Wahl steht fest: Die SPD stellt weiterhin in 13 Städten den Oberbürgermeister. Damit liegt sie vor der CDU, die in insgesamt zehn Städten regiert. Die Partei hat damit bewiesen, dass sie sich „auch in schwieriger Lage behaupten kann“ (Hannelore Kraft, Vorsitzende der NRWSPD).