Gerda Kieninger: Forderung der Frauenunion läuft bei Frau Merkel ins Leere

Gerda Kieninger, MdL, AsF-Landesvorsitzende NRW

Gerda Kieninger MdL, AsF-Landesvorsitzende NRW:

Wir in der SPD fordern gesetzlich verbindliche Regelungen, um Frauen den Weg in die Führungsetagen zu öffnen. Unternehmen müssen verpflichtet werden, ihre Lohn- und Gehaltsstrukturen offen zu legen. Auch brauchen wir eine gesetzlich vorgeschriebene Regelung, dass mindestens 40 Prozent Frauen in Führungspositionen vertreten sind.

Die 16 Frauen, die in Vorständen und Aufsichtsräten der 160 wichtigsten börsennotierten Unternehmen vertreten sind, sind fast alle Arbeitnehmervertreterinnen, so Gerda Kieninger, AsF-Landesvorsitzende NRW.

Frau Merkel beklagt zwar den Ist-Zustand, aber die Forderung der Frauenunion nach einer Frauenquote lehnt sie ab. Wie immer handelt Frau Merkel nach dem Motto: "Ich sehe das Problem, aber ich will es nicht gesetzlich ändern".

Mehr Frauen in Führungspositionen hießen auch mehr Frauen in Politik, Parlamenten und Regierungen. In NRW ist das Bild bei der CDU da schwach.

Nur 14,6 % der Mitglieder der CDU-Landtagsfraktion sind Frauen. Von den elf Ministerien in NRW werden acht von Männern geführt, nur drei von Frauen. Bei den Staatssekretären ist das Bild noch schwächer: von den zwölf Staatssekretärinnen und Staatssekretären sind nur zwei weiblich. Da gibt es für die Frauenunion noch viel zu tun, um dieses Bild zu verändern.

Denn was ich von der Wirtschaft erwarte, nämlich Frauen in Entscheidungsprozesse einzubeziehen, das sollte für Politik, Parlament und Regierung erst recht Gültigkeit haben, bekräftigt die AsF-Landesvorsitzende Gerda Kieninger.