Michael Groschek zu Oliver Wittke

Michael Groschek
Michael Groschek, Generalsekretär der NRWSPD

Zu den beruflichen Plänen von Oliver Wittke erklärt der Generalsekretär der NRWSPD, Michael Groschek:

Mit Hochgeschwindigkeit ins politische Aus

Bei Jürgen Rüttgers in Ungnade gefallen, schafft sich Oliver Wittke jetzt vorsorglich sein zweites Standbein in der Privatwirtschaft.

Seine bisherigen Aufgaben als Landtagsabgeordneter, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Vorsitzender der CDU Ruhr und stellvertretender CDU-Landesvorsitzender scheinen ihn nicht mehr auszufüllen. Lieber plant er künftig Stadionbauten in Algerien, statt sich um die Politik vor Ort zu kümmern.

Oliver Wittke sollte seine Ämter und Mandate niederlegen, damit er sich ganz seiner neuen Aufgabe widmen kann. Anders wird er nicht glaubwürdig klar machen können, wie er einen sauberen Trennstrich zwischen seiner politischen Tätigkeit und den zahlreichen Bau- und Grundstücksaktivitäten seines neuen Arbeitgebers in NRW ziehen will.

Aber scheinbar hat Herr Wittke nichts aus seinem Rücktritt als Bau- und Verkehrsminister gelernt. Statt konsequent einen Schlussstrich zu ziehen, setzt er sich lieber dem Verdacht des „schwarzen Filzes“ aus. Damit beschädigt er wieder einmal die Glaubwürdigkeit von Politik insgesamt und manövriert sich selber mit Hochgeschwindigkeit ins politische Aus.