Michael Groschek: Dem betrieblichen Schnüffelstaat muss ein Riegel vorgeschoben werden

Michael Groschek
Michael Groschek, Generalsekretär der NRWSPD

Zur Überprüfung der Mitarbeiterfinanzen durch den Textilhersteller KiK erklärt Michael Groschek, Generalsekretär der NRWSPD:

„Die Überprüfung der Kreditwürdigkeit der KiK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Konzernbosse ist diskriminierend und muss strafrechtlich beurteilt werden. Die Schutzrechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen sich gerade in der Krise bewähren, das gilt auch für den Datenschutz.

Besonders bei KiK ist der Verstoß gegen Arbeitnehmerrechte kein Kavaliersdelikt, sondern eine Wiederholungstat. Erst im März hat das Landgericht die Löhne, die KiK seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zahlt, als sittenwidrig eingestuft.

Gerade in der Krise dürfen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht zum Freiwild werden. Angesichts der Nachrichten von Telekom, KiK und Co wird umso deutlicher: Wir brauchen dringend ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz mit abschreckenden Strafandrohungen. Nur so lässt sich dem betrieblichen Schnüffelstaat ein Riegel vorschieben. Die SPD steht geschlossen an der Seite der Beschäftigten.“