Beratungen mit Mitgliedern des Bundeswehrverbands

Beratungen

Schon seit vielen Jahren ist es Tradition, dass sich Vorstandsmitglieder des Arbeitskreises Sicherheitspolitik und Bundeswehr der SPD in Nordrhein-Westfalen zum Gedankenaustausch mit Mitgliedern des Landesverbands West des Deutschen Bundeswehrverbands treffen. So auch in diesem Jahr.

Im Mittelpunkt des Treffens in Bonn standen die Themen:

•Die Herausforderung der Nachwuchsgewinnung in den Jahren 2010 bis 2015

•Mitarbeiterbindung als Beitrag zur Nachwuchsgewinnung

Der sich seit Anfang der neunziger Jahre vollziehende Geburtenrückgang wird sich ab 2010 deutlich auf das Bewerberaufkommen für einen Dienst in den Streitkräften niederschlagen. Deshalb sind schon heute erhebliche Anstrengungen und neue Konzepte erforderlich, um auch in der Zukunft ausreichend qualifizierten Nachwuchs für den Dienst in den Streitkräften zu gewinnen, bzw. zu halten.

Die Bundeswehr muss attraktiv bleiben für junge Menschen, die sie für einen Dienst in den Streitkräften gewinnen möchte, sie muss aber auch attraktiv für die besten Zeitsoldaten sein, damit sich die Qualifizierten langfristig als Berufssoldaten binden. Sie muss aber auch so attraktiv bleiben, dass sie auch alle Spezialisten halten kann, sei es als Berufssoldat oder als ziviler Mitarbeiter , die auch außerhalb der Bundeswehr gute Chancen haben.
Die Attraktivität für den Dienst in den Streitkräften wird von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren bestimmt. Sie reichen von einer guten Betreuung der Soldaten und Ihrer Familien, über eine gute Ausbildung, ein gutes Betriebsklima sowie eine moderne und bedarfsgerechte Ausrüstung, bis hin zu einer zukunftsorientierten Ausstattung und Unterbringung in den Kasernen und einer angemessenen Bezahlung. Auch der gesellschaftlichen Anerkennung des Dienstes in der Bundeswehr fällt eine sehr große Bedeutung zu.

Handlungsbedarf besteht u.a. bei :
•Beförderungsstau bei den Feldwebeln weiter auflösen.
•Einführung der betriebliche Altersversorgung
•Um Spezialisten langfristig zu binden, sollte man Anreize durch Zulagen schaffen.
•Ausbau der Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Dienst
•Teilzeitbeschäftigungen und Elternteilzeit
•Bau von Pendlerappartments

Politik und die Gesellschaftlich sind aufgefordert Notwendigkeit und Zielsetzung der Einsätze in Afghanistan noch besser zu erklären.

Einvernehmen bestand: Notwendig ist ein Gesamtkonzept, um die Attraktivität der Bundeswehr nachhaltig und langfristig zu steigern. In diesem Konzept sind Wege aufzuzeigen, wie die drängenden Probleme z.B. im Sanitätsbereich strukturell verändert werden können.

Der Landesverbandes West im DBwV und der Arbeitskreises Sicherheitspolitik und Bundeswehr der SPD NRW kommen überein, die bilateralen Gespräche bei der Organisation in etwa gleichen zeitlichen Abständen, mit den dann jeweils aktuellen Themen, fortzuführen.