Michael Groschek: Erpressungsversuch der Atomlobby ist zum Scheitern verurteilt

Michael Groschek, Generalsekretär der NRWSPD

Zu den Plänen von RWE und E.ON, in Großbritannien neue Atomkraftwerke bauen zu wollen, erklärt Michael Groschek, Generalsekretär der NRWSPD:

E.ON und RWE stehen in der Pflicht, die heimischen Kohlekraftwerke umweltfreundlich zu erneuern. Dafür erhielten sie Milliarden Zuwendungen, die auch bei allen Stromkunden abkassiert wurden.
Jetzt droht ein Investitionsboykott in unserem Land, weil E.ON und RWE gemeinsam neue Atomkraftwerke im Ausland bauen wollen. Die Kraftwerkserneuerung in unserem Land wäre das größte Konjunkturprogramm für Arbeit und Umwelt. Wir in Nordrhein-Westfalen könnten über Jahre tausende Arbeitsplätze sichern und das Klima wirkungsvoll schützen.

Wer Investitionsentscheidungen in NRW an den Wiedereinstieg in die Atomkraft koppelt, versucht die Politik zu erpressen. Dieser Versuch der Atomlobby ist zum Scheitern verurteilt. Politik darf sich nicht von Großkonzernen erpressen lassen.

Die Energiekonzerne haben den Atomausstieg mit beschlossen und dürfen jetzt nicht durch die Hintertür vertragsbrüchig werden.
Ein Ausstieg aus dem Atomausstieg steht nicht zur Debatte.