MECHTILD ROTHE: „Erneuerbare Energien – die Energiequellen des 21. Jahrhunderts!“

Mechtild Rothe, MdE

Der Industrieausschuss (ITRE) im Europäischen Parlament hat mit überwältigender Mehrheit einen Bericht zur Richtlinie für Erneuerbare Energien angenommen. Der Anteil Erneuerbarer Energien in Europa soll bis 2020 auf 20% steigen.

"Der Industrieausschuss macht den Weg frei für Erneuerbare Energien als die Energiequellen des 21. Jahrhunderts!" so die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Energieexpertin MECHTILD ROTHE nach der Abstimmung.

"Wir unterstützen nicht nur das 20%-Ziel für Erneuerbare Energien, sondern fordern auch verbindliche Zwischenziele für die Mitgliedstaaten. Das ist absolut notwendig, um umfassendes nationales Handeln bereits vor 2020 zu garantieren!" so die SPD-Europaabgeordnete ROTHE weiter. Darüber hinaus zeigte sich ROTHE zufrieden mit den geforderten Sanktionen für die Mitgliedstaaten, die ihre Zielvorgaben nicht erfüllen.

Außerdem begrüßte die Energieexpertin ROTHE, dass sich der ITRE-Ausschuss klar gegen einen verbindlichen Zertifikatshandel mit Erneuerbare Energien ausgesprochen hat. Ein solcher Handel wird als Gefahr für erfolgreiche nationale Fördersysteme gesehen. "Wir haben den Gesetzesvorschlag nun deutlich verbessert. Der jetzige Vorschlag des ITRE-Ausschusses erlaubt mehr Flexibilität u.a. durch die Möglichkeit gemeinsamer Projekte oder von statistischen Transfers zwischen den EU-Mitgliedstaaten."

"Im Bereich der Biotreibstoffe wurde ein guter Mittelweg gefunden, der sowohl soziale als auch ökologische Nachhaltigkeitskriterien mit mehr Energiesicherheit kombiniert", so die SPD-Europaabgeordnete ROTHE weiter. Danach hält der Ausschuss am 10%-Ziel fest, führt jedoch eine Überprüfung in 2014 ein. Außerdem unterstrich der ITRE-Ausschuss noch einmal, dass sich das 10%-Ziel nicht allein auf Biotreibstoffe, sondern auf alle Erneuerbare Energien im Transportsektor bezieht. "Elektrofahrzeuge, die ihren Strom aus Erneuerbaren Energien speisen oder Wasserstoff betriebene Fahrzeuge, spielen ebenso eine Rolle, wie synthetische Biokraftstoffe der so genannten zweiten Generation", stellte die Energieexpertin ROTHE abschließend klar.