Michael Groschek: Schulministerin fällt durch das Zentralabitur

Michael Groschek, Generalsekretär der NRWSPD

Zur Kritik von Schulministerin Sommer am Abitur an Gesamtschulen erklärt Michael Groschek, Generalsekretär der NRWSPD:

Die Gesamtschulen haben beim Zentralabitur fast gleichauf mit den Gymnasien abgeschnitten. Wenn Ministerin Sommer dies als Produkt einer „Light-Version“ des Abiturs an Gesamtschulen bezeichnet, ist das ungerecht und unverschämt. Denn an allen Schulen wurde das gleiche Zentralabitur geprüft. Wenn die Gesamtschüler im Durchschnitt ein Abitur mit der Note 2,87 und die Gymnasiasten mit 2,59 ablegen, ist dies ein guter Leistungsnachweis für die Gesamtschulen. Vergleicht man nämlich die unterschiedliche soziale Zusammensetzung der Schülerinnen und Schüler an Gymnasien und Gesamtschulen, wird deutlich, was die Gesamtschulen wirklich leisten. Es ist eine Frechheit, diese Leistung zu schmälern.

Die unsachgemäße Kritik von Ministerin Sommer ist Teil der Salamitaktik, mit der die Landesregierung langfristig versucht, die Gesamtschule abzuschaffen.

Die Schüler und Lehrer der Gesamtschule haben ihre Reifeprüfung bestanden. Frau Ministerin Sommer nicht.