Kurt Beck – ein Politiker mit Nähe zu den Menschen

SPD-Vorsitzender Kurt Beck beim Sommerfest in Lippstadt

Es ist schon beachtlich, was Kurt Beck als Parteivorsitzender an Engagement für die Sozialdemokratie leistet. Davon konnte sich am Montagabend auch in Lippstadt eine große Zahl von Bürgerinnen und Bürgern beim Sommerfest der Kleingärtner am Tonhüttenweg ein persönliches Bild verschaffen. Die vielen hämischen Artikel und Kommentare im deutschen Blätterwald (beginnend in einem ehemaligen Leitmedium an der Hamburger Brandswiete bis zu den Tageszeitungen in der westfälischen Provinz) sind bei diesem vorbildlichen Einsatz des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz für seine Partei ungehörig.

Kämpfernatur

„Kurt Beck ist ein Kämpfer“, betonte Frank Puchtler aus dem SPD-Ortsverein Oberneisen und seit 2001 Mitglied des Landtages von Rheinland-Pfalz, noch zwei Stunden vor dem Eintreffen des Parteichefs an der Lippe gegenüber seinen Parteifreunden aus Lippstadt am Telefon. Auch ein Blick in die Vita von Kurt Beck offenbart diese Natur. Der Werdegang vom Sohn eines Maurers über die Ausbildung zum Elektromechaniker bis in das Amt des Ministerpräsidenten eines Bundeslandes sind Belege für die persönlichen Qualitäten des in der Südpfalz aufgewachsenen Politikers. Seine Verbundenheit zu den Menschen in seiner Heimat und die von ihm verantwortete Politik im Land mit den malerischen Weinorten am Rhein und Mosel bescherten der Sozialdemokratie in Rheinland-Pfalz bei der letzten Wahl im März 2006 die absolute Mehrheit. Dieses Resultat ist umso bemerkenswerter, weil es in einem Bundesland erzielt wurde, das seit seiner Gründung im August 1946 bis zum Mai 1991 ausschließlichen von Ministerpräsidenten mit dem Parteibuch der CDU regiert wurde.

Volksnähe

Zurück zu Kurt Beck in Lippstadt. Die den SPD-Parteivorsitzenden bei seiner Lippstädter Station während der schon seit einigen Wochen laufenden Deutschlandtour sehen und hören konnten, berichteten über ihn als einen Politiker mit einer echten Nähe zu den Menschen. Im Gegensatz zu vielen seiner Spezies habe er weder abgehoben noch unzugänglich gewirkt, auch wenn er nicht jedem zu seinen persönlichen Fragen und Problemen eine passgenaue Antwort geben konnte. Der Wunsch vieler der an den Tonhüttenweg gekommenen Leute war, dass die vom ersten Mann des Koalitionspartners von der SPD aufgezeigten Rezepte gegen die explodierenden Energiekosten so schnell wie möglich von der Bundesregierung in Berlin in konkrete Politik umgesetzt werden. Die von ihm beschriebenen Grundwerte der SPD wurden von der überwiegenden Anzahl seiner Zuhörer als glaubwürdig aufgenommen. Seine Initiativen beim Arbeitslosengeld für ältere Arbeiternehmer und für eine Abmilderung bei der Rente mit 67 haben gezeigt, für welche politischen Positionen dieser Mann aus dem Arbeitermilieu steht.

Positionen

Nur ein konsequentes Weitergehen des von Kurt Beck auf dem Hamburger Parteitag im November verkündeten Weges wird die SPD wieder zu einer starken politischen Größe machen und ihre Chancen bei der Bundestagswahl und des heimischen Kandidaten Wolfgang Hellmich stärken. Der Grillabend in der Lippstädter Kleingartenanlage mit dem prominenten Gast aus Rheinland-Pfalz war eine gelungene Sache und den Initiatoren ist für diese Veranstaltungsform Anerkennung zu zollen. Den Dank des Lippstädter SPD-Ortsvereins gegenüber Kurt Beck übermittelte in Vertretung des durch eine Sommergrippe verhinderten Vorsitzenden Hans Zaremba der Ortsvereinsvize Bernhard Scholl. Mit launigen Worten überreichte der Mann von der Parteibasis dem führenden Repräsentanten des Parteivorstandes ein Präsent mit westfälischen Köstlichkeiten und einer kleinen Kochfibel. Ebenso übergab der Westfale dem Pfälzer eine Sammlung mit Beiträgen zur Geschichte und den Aktivitäten des Lippstädter SPD-Ortsvereins. Als jahrelanger Vorsitzender des Kuratoriums für die Vergabe des „Wilhelm-Dröscher-Preises“ für Initiativen sozialdemokratischer Gliederungen wird Kurt Beck schnell ein Bild über die Lebendigkeit des Lippstädter SPD-Ortsvereins gewinnen.