SPD fordert angemessene Managergehälter

Hannelore Kraft
Hannelore Kraft, Vorsitzende der NRWSPD

Die SPD will mit rechtlichen Maßnahmen dafür sorgen, dass Managergehälter künftig im Rahmen bleiben. Der einstimmig gefasste Beschluss des SPD-Präsidiums sieht vor, die Kriterien für "angemessene Vorstandsvergütungen" konkreter zu definieren und die steuerliche Abzugsfähigkeit von Abfindungen für gefeuerte Manager zu begrenzen.

Die Vorsitzende der NRWSPD, Hannelore Kraft sagte nach der Präsidiumssitzung: "Niemand hat etwas gegen gute Einkommen für Manager, die gute Arbeit leisten. Es widerspricht aber völlig zu Recht dem Gerechtigkeitsempfinden der Menschen, wenn Gehälter und vor allem Abfindungen für gescheiterte Manager unbegrenzt steuerlich absetzbar sind. Die SPD wird hier einen Riegel vorschieben. Der Steuerzahler darf nicht grenzenlos zur Kasse gebeten werden. Unternehmen müssen selbst entscheiden, aber dann auch selbst bezahlen, wie viel ihnen die eigenen Manager wert sind."

Nach dem Beschluss des Präsidiums soll "die Abzugsfähigkeit von Vorstandsbezügen und -abfindungen als Betriebsausgaben auf eine Größenordnung von einer Million Euro plus 50 Prozent des darüber hinausgehenden Betrags" beschränkt werden. Die bereits vorhandenen gesetzlichen Kriterien für die Angemessenheit von Vorstandsvergütungen sollen konkretisiert werden.