Resolution des SPD Landesvorstandes zur geplanten Stillegung des NOKIA-Werkes in Bochum

Der SPD-Landesvorstand hat auf seiner heutigen Sitzung einstimmig folgende Resolution verabschiedet:

Der Nokia-Konzern hat in dieser Woche angekündigt, sein Werk für die Produktion von Mobiltelefonen in Bochum sowie die nicht produktionsspezifischen Bereiche zur Mitte des Jahres 2008 zu schließen. Der Grund sei, dass Versuche zur Effizienzsteigerung fehlgeschlagen seien, die Lohnkosten wären im internationalen Vergleich zu hoch. Ein Erhalt des Werks sei für Nokia nicht verhandelbar. Die Produktion soll an Standorte in Rumänien, Ungarn und Finnland verlagert werden.

Betroffen sind neben den 2.300 Beschäftigten auch 1.000 Leiharbeitnehmer, 200 Beschäftigte bei DHL und viele Zulieferer. Nach Informationen der IG Metall macht das Bochumer Werk 15 Prozent Gewinn, die Konzernvorgabe für den Bereich Mobilfunk beträgt aber 20 Prozent.

Die SPD in Nordrhein-Westfalen findet sich mit dieser unverantwortlichen Entscheidung der Manager nicht ab. Wir stehen an der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wir kämpfen mit den Beschäftigen für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze am Nokia-Standort in Bochum.

Nokia handelt eiskalt und berechnend. Das Schließungsargument, wonach die Arbeitskosten in Deutschland zu hoch seien, ist Unsinn. Die Arbeitskosten machen gerade einmal fünf Prozent der Gesamtkosten aus. Dies zeigt, dass für Nokia eine hemmungslose Gewinnmaximierung im Vordergrund steht.

Die NRWSPD fordert mit großem Nachdruck, dass Nokia seinen Beschluss revidiert und seine Verantwortung für den Standort Bochum und seine Arbeitnehmer wahrnimmt.
Die SPD in NRW kämpft für den Erhalt des Werkes und hat deswegen eine Unterschriften-Aktion auf einer Sonder-Website gestartet:
http://www.nrwspd.de/nonokia/http://www.nrwspd.de/nonokia/

Wir fordern alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich mit den Beschäftigten bei Nokia in Bochum zu solidarisieren und sich auf dieser Seite einzutragen.

Wir bieten allen Menschen die Gelegenheit, gegen das Vorgehen des Nokia-Managements zu protestieren und so die Macht der Verbraucher deutlich zu machen. Nur öffentlicher Druck kann das Unternehmen zum Einlenken bewegen.