Juso-SchülerInnen-Konferenz NRW 2007

Was muss sich ändern für ein gerechteres, gutes, zukunftsfähiges Schulsystem in NRW? Dieser Frage gingen die Juso-Schülerinnen und Schüler auf ihrer Konferenz am vergangenen Wochenende vom 10 bis zum 12. August in Köln nach. Für die TeilnehmerInnen der Konferenz war schnell klar: die beste Schule für NRW muss eine integrierte Schule für alle sein. Die Dreigliedrigkeit des nordrhein-westfälischen Schulsystems gehört endlich abgeschafft um Platz für ein erfolgreiches und gerechtes Schulsystem zu machen, in dem gemeinsames Lernen und individuelle Förderung der Lernenden an erster Stelle stehen.

Die aktuelle Initiative der schwarz-gelben Landesregierung, den Schulen auch die Möglichkeit zu geben, samstags zu unterrichten, lehnten die versammelten Schülerinnen und Schüler entschieden ab. Die neugewählte Landessprecherin der Juso-SchülerInnen, Lisa Marie Hammelrath fasste dies mit der einfachen Formel „ganztags statt samstags!“ zusammen. Für Hammelrath steht fest, dass ein zukunftsweisendes Konzept für weiterführende Schulen in NRW die Ganztagsschule beinhalten muss: „Die Ganztagsschule lässt mehr Raum für Unterricht, der auf die individuellen Stärken und Schwächen der einzelnen Schüler zugeschnitten ist. Auch für Sport und ein großes AG-Angebot bleibt dann mehr Zeit. Unterricht am Samstag ist dagegen überflüssig. Mit diesem hilflosen Vorschlag will die Landesregierung nur auf Kosten der Familien vom notwendigen Schritt zur Ganztagsschule ablenken“.
In mehreren Workshops wandten sich die Jusos auch anderen akuten Problemen der nordrhein-westfälischen Schulen zu. So entwickelten sie Handlungskonzepte gegen Gewalt an Schulen und diskutierten Strategien gegen Rechtsextremismus in NRW. Auch die Frage nach einer demokratischen Schule wurde von den Schülerinnen und Schülern angeregt diskutiert. Ganz entschieden mahnten sie ausreichende Vertretungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten in den Schulkonferenzen an – Eine Gestaltungsmöglichkeit, die durch die Abschaffung der Drittelparität auf katastrophale Weise beschnitten wurde.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Juso-Landesbüro unter 0211 – 136 22-325 oder ed.sosujwrnnull@ofni.