RuhrSPD: „Wohnen im Ruhrgebiet ist mehr als nur die Wohnung!“

36/2007

Düsseldorf, 27. April 2007

RuhrSPD erörtert Perspektiven der Wohnungspolitik im Ruhrgebiet

Einen hochkarätig besetzten Kreis von Expertinnen und Experten konnte Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen und Sprecher der RuhrSPD zum ersten Workshop zum Thema „Wohnen“ in Dortmund begrüßen. Prof. Dipl.-Ing. Karl-Heinz Petzinke von der THS, einem der größten Wohnungsunternehmen im Ruhrgebiet, plädierte eindringlich in seinem Einleitungsreferat dafür, keinesfalls den Wohnungsbestand im Besitz kommunaler Wohnungsunternehmen an Dritte zu veräußern. Die wohnungspolitischen Expertinnen und Experten der RuhrSPD unterstützten diese Aussage einhellig. Sie forderten dagegen, die Wohnungspolitik als Instrument im regionalen Kontext aktiv einzusetzen. Die vielfältige Struktur sei eine einmalige Chance für die Entwicklung des Ruhrgebietes. Die Kommunen und ihre wohnungspolitischen Instrumente werden quartiers- und auf Bedarfsgruppen bezogen im Wohnungsmarkt ausgerichtet. Eine Stadtgrenzen überschreitende Kooperation der Kommunalpolitik wird hier von der RuhrSPD ganz selbstverständlich vorausgesetzt.
Mit Hilfe auch der Wohnungspolitik sollen die schwierigen Fragen der sozialen Entwicklung von Quartieren angepackt werden. Die Stärkung der Eigenverantwortlichkeit von Mietern wie Eigentümern sorgt letztendlich eher für lebenswerte Quartiere als starre Planungen von der Stange.

„Die Menschen wohnen gerne im Ruhrgebiet. Die Politik im Ruhrgebiet muss den Menschen mehr Raum zur Gestaltung des Wohnumfeldes garantieren, neue Vorstellungen über das Zusammenleben der Menschen zu verwirklichen helfen. Dazu brauchen wir die kommunale Wohnungswirtschaft und nicht die quartiersweise Verscherbelung des Bestandes“, so Frank Baranowski kritisch zu einigen aktuellen Entwicklungen in der Wohnungswirtschaft im Ruhrgebiet.
Für die RuhrSPD kann das Ruhrgebiet zur Modellregion für Stadtentwicklungsprozesse im Kontext europäischer Städte werden. Die öffentliche Wohnungswirtschaft ist hier ein wichtiger Motor mit einer starken Position in der regionalen Wohnungspolitik.
Mit einer Fortentwicklung des Masterplanes „Wohnen im Ruhrgebiet“ verbindet die RuhrSPD das Ziel, die Zukunftspotentiale des Ruhrgebietes zukunftsorientiert weiter auszubauen.

„Mit mehr Flexibilität in der Gestaltung der gebauten Umwelt und der zielgruppengenauen Gestaltung der Wohnungspolitik wird letztlich auf die Hebung der Lebensqualität in den Städten abgezielt. Denn auch zukünftig sollen die Menschen gerne in ihrem Ruhrgebiet leben“, so zum Abschluss der Tagung Franz-Josef Drabig, Vorsitzender der Dortmunder SPD und Mitglied im Sprechergremium der RuhrSPD.

Diesem ersten Workshop werden weitere Zwei zu den Themen Strukturwandel und Kultur folgen. Die Ergebnisse fließen dann ein in das RuhrForum der RuhrSPD.