Dortmund mobilisiert gegen Neonaziaufmarsch am 1. Mai 2007

Gemeinsam rufen der Dortmunder Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und der „Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus“ die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt auf, am 1. Mai 2007 ein deutliches Zeichen gegen den Versuch von Rechtsextremisten zu setzen, ausgerechnet an diesem Tag in Dortmund ihre verfassungsfeindlichen, antidemokratischen und fremdenfeindlichen Thesen zu verbreiten.
Gerade in Dortmund mit seinen zivilgesellschaftlichen Traditionen und Tugenden wie Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit, Toleranz und Solidarität darf am „Tag der Arbeit“ nicht vergessen werden, dass es die ideologischen Ziehväter der heutigen Neonazis waren, die zwischen 1933 und 1945 auch die gewählten Vertreter von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit Hass und Verfolgung überzogen haben.
Wir werden es nicht unwidersprochen hinnehmen, wenn eine kleine, aber lautstarke Gruppe Ewiggestriger in unserer Stadt ihr völkisches und antidemokratisches Weltbild verbreiten will. Darüber kann auch nicht hinweg täuschen, dass sich das rechtsextreme Spektrum, zu dem erstmals neben den stadtbekannten Neonazis auch die NPD und niederländische Neofaschisten gehören, sich scheinbar der Probleme der so genannten kleinen Leute annimmt – die Rattenfängermethoden bleiben die gleichen.

Gedenk- und Protestveranstaltung
Dienstag, 1. Mai 2007, 10.00 Uhr
Platz der Alten Synagoge vor dem Dortmunder Stadttheater

mit Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer, Michael Sommer, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Superintendent Hartmut Anders-Hoepgen, Vorsitzender des Vorstandes der Vereinigten Kirchenkreise Dortmund und Lünen, Propst Andreas Coersmeier, Katholische Stadtkirche, Charlotte Muche, Jugendring Dortmund, und Karl-Heinz Czierpka, Bezirksvorsteher des Stadtbezirks Dortmund-Brackel. Am Rahmenprogramm wirken die Dortmunder Schauspieler Ines Burkhardt und Claus Dieter Clausnitzer mit.

Ausdrücklich begrüßen wir es, dass das bürgerschaftliche Engagement gegen den Aufmarsch von Rechtsextremisten auf der anschließenden Maifeier des DGB im Dortmunder Westfalenpark sowie nachmittags auf der Kundgebung „Bunt statt Braun“ mit ökumenischem Gottesdienst im Bereich der Stadtbezirke Innenstadt Ost / Brackel nahe der Veranstaltung der Neonazis deutlich werden soll. An diesem 1. Mai 2007 wird die Stadt Dortmund der geplanten Verbreitung volksverhetzender Thesen ihren zivilgesellschaftlichen Reichtum entgegenstellen.

Dr. Gerhard Langemeyer
Oberbürgermeister der Stadt Dortmund

Eberhard Weber
Vorsitzender DGB Östliches Ruhrgebiet

Pfarrer Friedrich Stiller
Sprecher des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus