Baranowski: Frau Thoben kennt das Revier schlecht

Frank Baranowski
Frank Baranowski, Sprecher der RuhrSPD

Zum Interview von NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben in der Westfälischen Rundschau erklärt der Sprecher der RuhrSPD, Oberbürgermeister Frank Baranowski:

Die Chance, ihre unglückliche Äußerung vom angeblich beendeten Strukturwandel im Ruhrgebiet richtig zu stellen, lässt Frau Thoben einmal mehr ungenutzt vorüber gehen. Mit dem ,Abschied von der Montanindustrie‘ beschreibt Frau Thoben nur das äußere Phänomen. Die Herausforderung des Strukturwandels ist es jedoch, für nachhaltigen Ersatz durch neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu sorgen.

Was das Ruhrgebiet jetzt braucht, ist ein ganzheitliches Programm für die Kohlerückzugsgebiete, das Zukunftsinvestitionen und soziale Stabilität ermöglicht. Statt dem Ruhrgebiet zu einem Mentalitätswechsel zu raten, sollte die Landesregierung konkrete Hilfen bereit stellen. Ideen und Selbstbewusstsein hat das Revier. Es sind Äußerungen wie die von Frau Thoben, die das ,Klischee von der siechen Region‘ immer wieder bedienen.