Marlies Stotz (AfB): Eine offene, tabulose Debatte über die zukünftige Schulstruktur in Nordrhein-Westfalen ist notwendig und überfällig

Die nordrhein-westfälische Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) in der SPD, Marlies Stotz, forderte heute in Düsseldorf:

Eine offene, tabulose Debatte über die zukünftige Schulstruktur in Nordrhein-Westfalen ist notwendig und überfällig

"Wissenschaftliche Untersuchungen und internationale Vergleiche belegen, dass unser Bildungswesen viel zu viele Verlierer produziert", sagte Stotz. "Unser starres dreigliedriges Schulsystem, das Kinder bereits mit neun Jahren in verschiedene Schulformen sortiert, zementiert die Abhängigkeit von Bildungserfolg und sozialer Herkunft. Das können wir nicht einfach ignorieren."

Stotz begrüßte deshalb ausdrücklich den von der SPD auf ihrem Zukunftskonvent eingeleiteten Dialog über die beste Bildung in NRW. Sie sprach sich dafür aus, die Diskussion bis zum Landesparteitag im Herbst nächsten Jahres "auf breiter gesellschaftlicher Basis fortzuführen". "Die AfB wird diesen Prozess konstruktiv begleiten", erklärte Stotz. Es sei endlich an der Zeit, ideologische Scheuklappen abzulegen und gemeinsam nach Modellen zu suchen, die Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen optimale Zukunftschancen ermöglichen. Das müsse in einer demokratischen Gesellschaft auch parteiübergreifend möglich sein, sagte Stotz und bot dem bildungspolitischen Netzwerk der CDU (bpn) an, sich zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft für Bildung an einen Tisch zu setzen.

Stotz warnte allerdings davor, über die Strukturdebatte die Qualitätsdebatte zu vergessen. "Wir müssen nicht nur darüber reden in welchen Strukturen unsere Kinder und Jugendlichen am besten lernen, sondern auch wie sie am besten lernen und was wir ihnen vermitteln wollen."