Dieckmann: Denkzettel für Rüttgers

Zum CDU-Parteitag in Dresden erklärt der Vorsitzende der NRWSPD, Jochen Dieckmann

Jürgen Rüttgers hat auf dem CDU-Parteitag die Quittung für seinen populistischen Vorstoß zum Arbeitslosengeld erhalten. Sein Ergebnis zum stellvertretenden Parteivorsitzenden ist blamabel und bleibt weit hinter seinem Resultat vom Leipziger Parteitag zurück.

Jürgen Rüttgers hat bei der Wahl klar schlechter abgeschnitten als seine beiden Kontrahenten Wulff und Koch. Seine Rolle in der CDU ist nach diesem Parteitag weiter geschwächt und sein Einfluss geschrumpft.

Es ist offenkundig: Rüttgers hat sich mit seinem undurchdachten und unsozialen Vorschlag einen Bärendienst erwiesen und wird nun offenbar von den eigenen Leuten nicht mehr ernst genommen. Zu offensichtlich ist der Unterschied zwischen seiner Politik der Ausgrenzung in Nordrhein-Westfalen und seiner in Interviews verbreiteten Sozialrhetorik.

Jürgen Rüttgers hat nach wie vor ein Glaubwürdigkeitsproblem. Die Delegierten auf dem Dresdener CDU-Parteitag haben ihn wegen seiner Widersprüchlichkeit und Beliebigkeit abgestraft. Rüttgers wird an diesen Denkzettel noch lange zu knabbern haben.