Römer: Laumann muss sich für Gossensprache entschuldigen

Norbert Römer

Zu den Äußerungen von Arbeitsminister Laumann beim CDU-Kreisparteitag in Gladbeck erklärt der Vorsitzende der SPD-Region Westliches Westfalen, Norbert Römer:

Mit ihrer undurchdachten und unfinanzierbaren Forderung nach einer Verlängerung des Arbeitslosengeldes I geraten Jürgen Rüttgers und sein Arbeitsminister zunehmend in die Defensive. Nur so ist zu erklären, dass Karl-Josef Laumann beim CDU-Kreisparteitag in Gladbeck zum Rundumschlag ausgeholt hat.

Laut einem Bericht der WAZ (Recklinghausen) hat Laumann am letzten Freitag erklärt: "Wer 25, 30 oder sogar 40 Jahre gearbeitet hat, darf nicht so behandelt werden wie der Säufer, der noch nie etwas geleistet hat." In unerträglicher Weise hat Laumann damit jüngere Arbeitslose und ältere Menschen mit unterbrochenen Erwerbsbiographien pauschal beleidigt.

Für die NRWSPD ist eine solche Äußerung aus dem Munde eines Ministers skandalös. Wir fordern Herrn Laumann auf, sich für seine Gossensprache zu entschuldigen. Rüttgers und Laumann stehen mit ihrem auch in der CDU zunehmend kritisch bewerteten Vorschlag zum ALG I mit dem Rücken zur Wand.

Sie sollten endlich von ihrem populistischen Vorschlag abrücken und aufhören, die Gesellschaft zu spalten.