Nach einem Gespräch mit Vertretern der Belegschaft von BenQ in Kamp-Lintfort, erklärt der Vorsitzende der NRWSPD, Jochen Dieckmann:

Nach einem Gespräch mit Vertretern der Belegschaft von BenQ in Kamp-Lintfort, erklärt der Vorsitzende der NRWSPD, Jochen Dieckmann:

Die Insolvenz von BenQ ist ein Schock für die Beschäftigten des Unternehmens. Für sie ist die Entscheidung der Konzernspitze aus heiterem Himmel gekommen. Viele Familien in Bocholt und Kamp-Lintfort stehen nun vor einer ungewissen Zukunft.

Die Landesregierung muss gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter alle zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen, damit der Belegschaft eine Perspektive aufgezeigt werden kann. Die Einleitung eines Insolvenzverfahrens bedeutet noch nicht das Aus für die Arbeitsplätze.

Die Beschäftigten von BenQ hatten in den vergangenen Monaten unter anderem auf einen erheblichen Teil ihres Lohns verzichtet und sind in dem festen Glauben gelassen worden, ihre Arbeitsplätze könnten so gesichert werden. Dieser Glaube hat als sich als trügerisch erwiesen. BenQ hat die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Nase herumgeführt.

Auch das Management von Siemens darf angesichts der Entwicklung bei BenQ nicht aus der Verantwortung entlassen werden. Für die Politik steht die Glaubwürdigkeit der deutschen und der internationalen Wirtschaftsführer auf dem Spiel.