Jochen Dieckmann: Mindestlöhne schützen vor Lohndumping

Zu den von SPD- und Gewerkschaftsführung entwickelten Vorstellungen zur Einführung von Mindestlöhnen, erklärt der Vorsitzende der NRWSPD, Jochen Dieckmann:

Mindestlöhne schützen vor Lohndumping

Die SPD in Nordrhein-Westfalen begrüßt die Vorstellungen der Partei- und Gewerkschaftsführung zur Einführung von Mindestlöhnen. Über sechs Millionen Menschen arbeiten in Deutschland für Niedrig- oder Armutslöhne. Rund 2,5 Millionen Vollzeitbeschäftigte arbeiten für Löhne, die weniger als 50 Prozent des Durchschnittslohnes von 1. 442 Euro betragen.

Niedriglöhne verfestigen Armut in unserem Land und sind nicht nur ein Problem von Ungelernten. 60 Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnsektor verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung. Niedriglöhne sind kein Einstieg in eine bessere Zukunft, sondern bedeuten meist ein Verharren in Armut. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die Menschen vor Lohndumping geschützt werden.

Das nun in Berlin vorgestellte Konzept entspricht der Beschlusslage der SPD in Nordrhein-Westfalen. Der Landesvorstand der NRWSPD hat sich bereits im August für die Einführung von Mindestlöhnen ausgesprochen. Die dabei vorgeschlagene Verfahrensweise entspricht den von Partei und Gewerkschaften entwickelten Vorstellungen. Den Beschluss des Landesvorstandes zum Thema Mindestlöhne bringt die NRWSPD am 25. September auf der nächsten Sitzung des Bundesparteirates ein.