Dieckmann: Rüttgers wirft Nebelkerzen

Jochen Dieckmann

Zu den jüngsten Interview-Äußerungen von Jürgen Rüttgers, erklärt der Vorsitzende der NRWSPD, Jochen Dieckmann:

Jürgen Rüttgers und Angela Merkel werden so rasch wohl keine Freunde mehr.
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident hat in einem jetzt veröffentlichten Interview den letzten Bundestagswahlkampf der Union und damit die Parteivorsitzende heftig kritisiert. Dabei hat Rüttgers leider einen wesentlichen Aspekt verschwiegen:
Er selbst war als stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender an der inhaltlichen Ausrichtung des Wahlkampfes seiner Partei entscheidend beteiligt.

Wer – wie Rüttgers – Herrn Kirchhof und seine fixen steuerpolitischen Ideen im Wahlkampf verteidigt, der kann sich jetzt nicht darüber beklagen, dass man seinerzeit "zuviel über Flat-Tax und zu wenig über die Menschen geredet hat."

Der Ministerpräsident versucht sich einmal mehr vom Acker zu stehlen und wirft Nebelkerzen. Rüttgers ist nicht das soziale Gewissen der CDU.
Er steht vielmehr für Beliebigkeit und Opportunismus.